"Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende Beides verlieren!" - B.FRANKLIN
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  Gastbeitrag von IMS: Der fidele Knast (Teil 2)
Hinzugefügt 20.11.2017
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Beschreibung

Der fidele Knast: Ein Urlaubsparadies (Teil 2) 

Auch an einem interessanten Gesprächspartner mangelte es mir nicht. Zufällig wurde eines Tages in eine Nachbarzelle ein Herr X eingeliefert, den ich seit ca. 1990 kannte (nicht persönlich zwar). Er betrieb nämlich damals einen Medienvertrieb, der sich auf Jungen spezialisierte. Ich hatte bei ihm Material bestellt. Vieles, was ich seit 1994 in meiner Newsgroup alt.binaries..... postete, stammte aus dem Medienvertrieb X. 

Um nicht in die Gefahr zu geraten, wegen Verbreitung von Kinderpornographie belangt zu werden, legte er einem Kriminalbeamten sein Bildmaterial vor Veröffentlichung zur Begutachtung vor. Er wurde trotzdem Ende der neunziger Jahre zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Zwar seien die Bilder nicht kinderpornographisch, aber er habe Jungen unter vierzehn Jahren eine aufreizende Position einnehmen lassen, um sie so zu fotografieren und sie dadurch missbraucht. Dieses wahnwitzige Argument spukte jahrelang in der Rechtsprechung herum, bis der Bundesgerichtshof dem im Jahre 2006 ein Ende setzte (BGH 4 StR 570/ 05, 2.2.2006): http://tinyurl.com/ya7svw5m 

Jetzt jedenfalls war X in der Zelle neben mir und ich hatte jemanden mit dem ich mich beim Umschluss über Themen von beiderseitigem Interesse unterhalten konnte. 

X hatte es diesmal schwer erwischt. Er hatte eine Lebenspartnerin mit einem (mitgebrachten) Jungen, mit dem er Sex gehabt hatte. Er hatte eine unendlich lange Freiheitsstrafe und ihm drohte anschließende Sicherungsverwahrung. Er hatte nämlich den Fehler gemacht, sich vor Gericht nicht heulend als enthemmte pädophile Sau zu präsentieren, die ihre schweinischen Triebe nicht unter Kontrolle halten konnte, sondern sich damit zu verteidigen, dass er sagte, er habe nichts getan, was der Junge nicht gewollt hätte und niemals hätte er ihm wehgetan. Das Schlimmste an dem Fall war aber, dass der Junge als Zeuge ausgesagte, sein Zusammensein mit X sei schön gewesen. Da konnte es natürlich kein Pardon geben. Der uneinsichtige Täter musste auf ewig weggesperrt werden und das junge Opfer, das sich als solches nicht sehen wollte kam in ein Heim, damit ihm unter ständiger psychologischer Betreuung hoffentlich endlich klar würde, dass es ein Missbrauchstrauma hat. 

Das war also X. Weil ich viel bei ihm hockte, fragte mich manch einer, ob ich wüsste, weswegen er denn bei uns sei. Ich erzählte etwas von einem Geschäft, das er betrieben habe und jetzt säße er wegen Betrug. Als Betrüger hatte er eine geachtete Position unter den Gefangenen errungen unverwundbar. 

Soweit meine „dolce vita“ im geschlossenen Strafvollzug! 

Eines Tages aber tauchte Gefahr auf und das kam so: 

Herr Staatsanwalt K aus Duisburg, der dort für Kinderpornographie zuständig war, hatte jahrelang unter mir zu leiden. Seit 1995 war es seine Aufgabe, mich wegen Verbreitung von Kinder­porno­graphie zu verfolgen. Er mühte sich einige Jahre mit mir ab, dabei kam ihm das Material, das er bei mir beschlagnahmt hatte, oder das ich ihm geschickt hatte, damit er untersucht, ob es kinderpornographisch sei oder nicht, völlig durcheinander. Am Ende wusste er anscheinend selber nicht mehr, was Kinderpornographie eigentlich ist. 

Um ihm aus dem Chaos herauszuhelfen, telefonierte ich einmal mit ihm und fragte, was er sich denn bei seinen Maßnahmen eigentlich denke. Die Antwort war „Ich denke mir gar nichts, ich tue meine Pflicht“. Das fand ich nicht befriedigend, denn ich dachte, dass wir schneller zum Ende kämen, wenn mein Gegner sich Gedanken machen würde, statt Dienst nach Vorschrift zu leisten. 

Ich rief die Vorgesetzte von Herrn K an und schlug vor, Herrn K abzulösen und jemand anderem die Verantwortung für die Hunderte von Verfahren zu übertragen, die inzwischen gegen mich anhängig waren. Dies wurde abgelehnt. Ist ja klar, wer wollte Ks Karren schon aus dem Dreck ziehen? Stattdessen machte mir die Frau Oberstaatsanwältin den Vorschlag, mit der Justiz Frieden zu schließen: „Behalten Sie einfach ihre Knabenbilder und erfreuen sich still daran, wir wissen dann doch gar nicht, dass Sie Kinderpornographie besitzen.“ Darauf ich: „Sie wissen doch, dass ich Kinderpornographie besitze, schließlich habe ich Ihnen das oft genug mitgeteilt.“ „Na ja, solange Sie uns nicht die Beweise liefern, brauchen wir Ihnen ja nicht zu glauben.“ 

Ich war amüsiert über die Nonchalance. mit der mir die stellvertretende Chefin der Staatsanwaltschaft Duisburg die Vollmacht erteilte, gegen den Kinderpornoparagraphen zu verstoßen. Ist ja fast wie bei James Bond mit seiner Lizenz zum Töten. Trotzdem musste ich das Angebot ablehnen: „Tut mir leid, aber Sie verstehen gar nicht, worauf es mir ankommt“. 

Einige Jahre später war Herr K dann so zermürbt, dass er in der Presse klagte, er könne mich nicht bestrafen, weil er mir juristisch unterlegen sei (s. NRZ Artikel: http://krumme13.org/text.php?id=1360&s=read )

Nun war ich also ins Gefängnis eingeliefert worden und Herr Staatsanwalt K sah seine Stunde gekommen. Er ließ eine Hausdurchsuchung durchführen und gab die Parole aus: „Räumen Sie dem Beschuldigten die Bude aus!“ Die Polizeibeamten hielten sich an die ergangene Weisung und schleppten kistenweise Akten ab, alles Dokumente, die mit meinen Verfahren wegen Kinderpornographie zu tun hatten. 

Diese kinderpornographischen Gerichtsakten überfüllten aber die Asservatenkammer der Polizei, die schon im Jahre 2003 durch Akten über mich stark beansprucht war (s. NRZ Artikel: http://krumme13.org/text.php?id=1360&s=read ), so dass sich Herr K gezwungen sah, einen großen Teil der Akten wieder herauszugeben. Aus Dummheit schickte er sie in die Haftanstalt, damit ich sie nach meiner Entlassung mitnehmen könnte. 

Nun geschah das Unvermeidliche: Die Kammerbullen öffneten die Pakete der Staatsanwaltschaft um den Inhalt zu meinen Sachen zu packen. Es war klar ersichtlich, dass der Inhalt mit Knaben zu tun hatte. So bestand die Gefahr, dass ich als Pädophiler enttarnt würde. Das hätte das Ende bedeutet. K hätte eigentlich wissen müssen, was die Mithäftlinge mit Pädophilen anstellen. Während meiner Zeit wurde einer, der als „Sittich“ bekannt wurde, so gemobbt, dass er sich in seiner Zelle erhängte. Meinem Knastgenossen X pisste in Bochum einer ins Essen, dann wurde er gezwungen, das saftige Mahl zu verspeisen. Nach weiteren ähnlichen Vorkommnissen verlegte man ihn dann zu uns nach Essen wo. Ständig musste er Angst haben, dass jemand aus Bochum auftauchte der ihn entlarvte. 

So entstand also ein Verdacht gegen mich und als ich neue Kleidung fassen kam wurde ich von einem Kammerbullen von der Seite angequatscht. „Jungs, alles Jungs“. Ich wurde nicht nervös, sondern reagierte gar nicht. Jeder wusste ja, dass ich wegen Beleidigung saß, denn ich führte auch im Gefängnis eine lebhafte Korrespondenz mit der Justiz. Die Briefe ließ ich dann unter den Gefangenen zirkulieren, so dass alle wussten, was mit mir los war. Außerdem dachte vielleicht mancher, dass er lieber auch in Zukunft von mir Tabak hätte statt jetzt sein dumpfes Ressentiment gegen Pädophilie auszuleben. 

Jedenfalls ging der Kelch an mir vorüber und als mir Herr K das nächste Mal ein Danaergeschenk in die Anstalt schickte, interessierte sich niemand mehr. 

So konnte ich meine restliche Haftzeit in aller Beschaulichkeit absitzen.

Euer IMS


Gastbeitrag von IMS: Der fidele Knast (Teil 1)

http://krumme13.org/links.php?id=458&s=info


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