Mutmaßliche Täter vor mehr als 30 Jahren konnten nicht ermittelt werden: Pfadfinderleiter Dieter K. trotzdem vom Landgericht Baden-Baden wegen Anstiftung verurteilt

Justizskandal und unseriöse dpa-Meldung: Kein Zeuge konnte die angebliche "Gruppenvergewaltigung" des mutmaßlichen Opfers bestätigen * Verteidigung kommt in den Mainstream-Medien mit keinem Wort vor

Kein Zeuge hat während der Beweisaufnahme eine Aussage gemacht, die eine angebliche Gruppenvergewaltigung vor über 30 Jahren bestätigt hätte. Auch ein Tatort konnte nicht ermittelt werden. Der Pfadfinderleiter Dieter K. soll damals die Jungs angestiftet haben, ein Mädchen zu vergewaltigen. Das Landgericht Baden-Baden glaubte dem mutmaßlichen Opfer und verurteilte Dieter K. wegen Anstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Das ist ein Justizskandal. K13online war im Oktober an einem Prozesstag im Gerichtssaal gewesen. Es ist ganz offensichtlich, dass das Landgericht Dieter K. nicht ungeschoren davon kommen lassen wollte, obwohl keine Beweise für die Tat vorlagen und es demnach auch keine Anstiftung geben kann. Mit der Verurteilung will das Gericht offenbar sexuelle Handlungen mit den früheren Jungs abstrafen, die verjährt sind und deshalb zu keiner Verurteilung hätten führen können. Der nächste Skandal ist die dpa-Meldung, die von vielen Mainstream-Medien übernommen wurde. Mit keinem Wort kommt in den Artikeln die Sichtweise der Verteidigung vor. Das Gericht hatte während des Glaubwürdigkeitsgutachtens des mutmaßlichen "Opfers" und nun auch bei den Plädoyers die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Verteidiger von Dieter K. hatte während der gesamten Beweisaufnahme auf die Unschuld seines Mandaten gesetzt. Er wird deshalb wohl auch einen Freispruch gefordert haben. Demnach wird der Verteidiger Kniep auch innerhalb von einer Woche Revision beim Oberlandesgericht(OLG) gegen dieses Skandal-Urteil einlegen. Auf K13online-Anfrage beim Landgericht hat die Pressesprecherin heute darum gebeten, in der kommenden Woche nochmals nachzufragen. Wir halten es für nahezu ausgeschlossen, dass das Unrechtsurteil des Landgerichtes Baden-Baden vor dem OLG Bestand haben wird. Es ist auch die Aufgabe des Verteidigers, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, das Revision eingelegt wurde. Es läuft auch eine Anfrage an den Rechtsanwalt von Dieter K., der sich nun ebenfalls zu Wort melden sollte. Das Motto muss lauten: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren....  

https://bnn.de/mittelbaden/baden-baden/urteil-gefallen-im-baden-badener-pfadfinderprozess



(K13online-Fotos von einem Prozesstag im Oktober 2020)


Eine Vielzahl von Medien haben die stark lückenhafte dpa-Meldung wortgleich übernommen. In den Artikeln kommt die Verteidigung mit keinem Wort vor. Ein solcher Journalismus ist äußerst unseriös!!!

Baden-Baden (dpa/lsw) - Im Vergewaltigungsprozess gegen einen früheren Pfadfinder-Gruppenleiter in Baden-Baden ist der Angeklagte zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht befand den 64-Jährigen am Dienstag für schuldig, vor mehr als 30 Jahren minderjährige Pfadfinder zur Vergewaltigung eines kleinen Mädchens genötigt zu haben. Der Mann habe seine «sexuellen Perversionen» praktiziert und als Spiel dargestellt, sagte der Richter. 

Angeklagt war die Vergewaltigung des Kindes irgendwann zwischen 1983 und 1987. Das Opfer war zum Zeitpunkt der nicht mehr genau datierbaren Tat zwischen sieben und elf Jahre alt. Im Keller des Pfadfinderhauses in Baden-Baden soll der Mann als Gruppenleiter die kindlichen und jugendlichen Pfadfinder zu der Serienvergewaltigung angehalten haben. Danach nötigte der Mann der Staatsanwaltschaft zufolge die beteiligten Kinder und Jugendlichen durch einen «Pfadfinderschwur», niemandem etwas zu erzählen.

Der Richter hielt die Angaben des Opfers für glaubwürdig. Die Aussagen von Zeugen hätten in «Abgründe» blicken lassen, was sich bei den Pfadfindern abgespielt habe, sagte er bei der Urteilsverkündung.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann zahlreiche weitere Missbrauchstaten an Kindern und Jugendlichen vorgeworfen, die aber wegen Verjährung nicht mehr angeklagt werden konnten. Im Jahr 2000 hatte der Angeklagte einen Strafbefehl wegen mehrerer Sexualdelikte erhalten. Die angeklagte Tat war nicht verjährt, weil bei Vorwürfen wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern die Verjährungsfrist von 20 Jahren bis zum Ablauf des 30. Lebensjahres des Opfers ruht.

Teile des Prozesses wie die Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unklar war zunächst auch, ob Staatsanwaltschaft oder Verteidigung Revision gegen das Urteil beantragen wollen.

https://www.badische-zeitung.de/urteil-im-prozess-um-vergewaltigung-bei-pfadfindern--199204480.html

https://rp-online.de/panorama/deutschland/sexueller-missbrauch-drei-jahre-haft-fuer-pfadfinder-gruppenleiter_aid-55430767

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/urteil-im-pfadfinderprozess-gefallen-100.html

https://www.zeit.de/news/2020-12/29/urteil-im-prozess-um-vergewaltigung-bei-pfadfindern

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-baden-baden-prozess-um-vergewaltigung-bei-pfadfindern-drei-jahre-haft-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-201229-99-844745 

und viele andere mehr.. 


 

Pfadfinder-Gruppenleiter vor dem Landgericht Baden-Baden: Kriminalkommissarin relativiert Aussage - Es ist ja nicht verboten, dass man bei den Pfadfindern schwört 19.11.2020

Bisher keine Beweise für Gruppen-Vergewaltigung eines kleinen Pfadfinder-Mädchens vor mehr als 30 Jahren: Gutachten über die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers am 10. Dezember 2020

Gestern fand ein weiterer Verhandlungstag vor dem Landgericht in Baden-Baden statt. Der ehemalige Pfadfinderleiter Dieter K. soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft eine Gruppe von Jungen genötigt haben, ein damals kleines Mädchen vergewaltigt zu haben. Beweise dafür gibt es bisher nicht. Deshalb hat das Landgericht auf Antrag der Verteidigung ein Glaubwürdigkeitsgutachten über das mutmaßliche Opfer in Auftrag gegeben. Der Gutachter wird am nächsten Verhandlungstag am 10. Dezember sein Gutachten bei Gericht vortragen. Am gestrigen Mittwoch hat nochmals die Kriminalbeamtin als Zeugin ausgesagt, die im Jahre 2018 die Strafzeige des mutmaßlichen Opfers aufgenommen hatte: Sie bestätigte, dass die Frau, die in dem Prozess als Nebenklägerin auftritt, ihr gegenüber von Pfadfinderschwüren gesprochen hatte. Diese Aussagen, so die Zeugin, hätten allerdings auch allgemeiner Natur sein können. Genauer nachgefragt habe sie nicht. „Es ist ja nicht verboten, dass man bei den Pfadfindern schwört.“ Damit relativiert die Kripo-Zeugin ihre Aussage. Man könnte auch sagen, dass die Ermittlungen fehlerhaft gewesen waren. Denn genau an diesem Punkt baut die Anklage ihre Anschuldigung gegen Dieter K. auf, der die Jungengruppe eingeschworen haben soll, nichts von der angeblichen "Vergewaltigung" des Mädchens zu verraten. Die damaligen Jungs und heutigen Erwachsenen wurden bereits vom Landgericht vernommen. Keiner hat etwas von einer "Vergewaltigung" ausgesagt. Auch der Tatort-Keller konnte bisher nicht gefunden werden. Bei einer solch völlig unzureichenden Beweislage stellt sich natürlich auch die Fragen, warum überhaupt Anklage erhoben werden konnte. Ganz offensichtlich hat sich die Staatsanwaltschaft & das Gericht völlig auf die belastende Aussage der mutmaßlichen Opfer-Zeugin(44) verlassen. Das Glaubwürdigkeitsgutachten wird hoffentlich Aufschluss über die Wahrheit bringen. K13online war am 3. Verhandlungstag am Landgericht gewesen und hatte berichtet. Lesen Sie unsere News mit einem Klick auf weiterlesen... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4330

Behauptete Gruppen-Vergewaltigung bisher ohne Täter: Sieben Zeugen sagen vor dem Landgericht Baden-Baden aus & Gruppenleiter(Dieter K.) der Pfadfinder macht umfangreiche Angaben zur Person 07.10.2020

Verteidiger Andreas Kniep stellt drei Beweisanträge: Gutachten über Arztbehandlung der mutmaßlichen "Opfer-Zeugin", gerichtliche Ortsbegehung des angeblichen "Keller-Tatortes" und Glaubwürdigkeitsgutachten über das vermeintliche "Opfer"

Am 3. Verhandlungstag vor dem Landgericht in Baden-Baden haben mehrere Zeugen als ehemalige Pfadfinder-Jungs und ehemalige Gruppenleiter ausgesagt. Keine der Aussagen konnten die Behauptung des mutmaßlichen Opfers einer Gruppenvergewaltigung bestätigen. Auch die Existenz eines Tatkellers, wo dies geschehen sein soll, konnte nicht geklärt werden. Auch die Aussage der Mutter des vermeintlichen "Opfers" machte deutlich, dass es bis zum 30. Lebensjahr keine Hinweise auf gewaltsamen Sex ihrer Tochter im Alter von 7 bis 11 Jahren gegeben hat. Plötzlich habe die Mutter einen Anruf von der erwachsenen Tochter erhalten: "Mir ist in der Kindheit etwas passiert. Sie würde sich nun an eine Vergewaltigung durch mehrere Jungs erinnern".  Bei ihrer Strafanzeige belastet Sie den Pfadfinderleiter Dieter K. stark. Eine Kripobeamtin macht Aussagen über die Anzeigenaufnahme. Der Verteidiger des Angeklagten stellt drei Beweisanträge, worüber das Gericht am 4. Verhandlungstag 15. Oktober entscheiden wird. Rechtsanwalt Andreas Kniep erklärt, dass sein Mandant sich zu seinen persönlichen Verhältnissen äußern wird. Dieter K. erläutert ausführlich seine traumatisch erlebte Kindheit in einem Heim, seine Tätigkeiten in verschiedenen Ehrenämtern und berichtet über eine 12-jährige Therapie. Nach der Trennung von seiner damalige Ehefrau wegen seinem homosexuellen Coming-In lebt er heute aber nicht in einer schwulen Partnerschaft. Jedoch steht er heute zu seiner Homosexualität. Er kritisiert auch die Mainstream-Medien:  "Was einem da angehängt wird, das bekommt man nie mehr weg, selbst wenn ich freigesprochen werde".  Nach Rechtsauffassung von K13online kann es mit Stand von heute keine Verurteilung von Dieter K. geben. Denn es kann aufgrund der Zeugenaussagen der damaligen Pfadfinder nicht nachgewiesen werden, dass es diese Gruppen-Vergewaltigung gegeben hat. Kein damaliger "Täter" konnte bisher ermittelt werden. Demnach kann es auch keine Straftat von Dieter K. gegeben haben. Es liegt lediglich die massive Belastung des mutmaßlichen "Opfers" vor. Diese leidet jedoch an einer posttraumatischen Belastungsstöhrung und war über viele Monate drogenabhängig. In den Mainstream-Medien sind von den Prozesstagen Berichte erschienen, die einer Vorverurteilung als Täter gleich kommen. Dazu werden wir ein weiteres News mit starker Kritik publizieren. Lesen Sie unseren Prozessbericht mit einem Klick auf weiterlesen... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4299

geschrieben von K13online-Redaktion am 30.12.2020 Drucken

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