Erstes Bundesland mit zwei Standorten ist wieder Bayern: Präventionsnetzwerk - Kein Täter werden/KTW - hat bundesweit 13. Standort am LMU-Klinikum in München eröffnet

Prof. Kolja Schiltz stellt KTW-Projekt im Bayerischen Runfunk(BR-Abendschau) vor: "Allein, dass die Personen in der Lage sind sich zu melden, mit jemand zu reden, entlastet die Menschen"  

Wie bereits im Sommer 2020 angekündigt wurde nun in Bayern erneut ein 2. Standort von "Kein Täter werden/KTW" in München eröffnet. Die Leitung am LMU Klinikum hat Prof. Kolja Schiltz übernommen. Der KTW-Standort in München kooperiert mit dem Standort Bamberg, der vor rund vier Jahren eröffnet wurde, und von Dr. Ralf Bergner-Köther geleitet wird. Dort befinden sich z.Zt. 30 Männer in Therapie. Die BR--Abendschau berichtet weiter über rund 50 Tausend Pädophile im Bundesland Bayern. Nach KTW-Schätzungen soll es über 250 Tausend pädophile Männer in ganz Deutschland geben. Dies entspricht rund 1% der männlichen Gesamtbevölkerung. Hinzu kommen noch geschätzte 3 bis 6% Erwachsene, die nicht pädophil sind, aber trotzdem ein sexuelles Interesse an Kindern haben. Prof. Kolja Schiltz spricht im Sendebeitrag der Abendschau auch davon, dass die meisten der Sexualstraftaten gegen Kinder nicht von Pädophilen/Pädosexuellen begangen werden. Gegenteilige Behauptungen & Vorurteile & Desinformationen halten sich trotz Aufklärung bis heute im gesamten Mainstream: Pädophile Orientierung/Neigung/Identität wird pauschal mit sexualisierter Gewalt an Kindern gleichgesetzt. Die undifferenzierte Folge ist Stigmatisierung & Ausgrenzung & Verfolgung der gesamten sexuellen Minderheit der Pädophilen bzw. Pädosexuellen. Aber auch bei den mehrheitlich primär heterosexuellen oder homosexuellen Erwachsenen, die Sexualität mit Kindern praktizieren, muss nicht zwingend sexuelle Gewalt im Handeln liegen. Eine pauschale Verurteilung von sogenannten "Ersatzhandlungstätern" ist daher falsch und entspricht nicht der Realität. Ob heterosexuell oder homosexuell oder pädosexuell: Sexualisierte Gewalt gegen die sexuelle Selbstbestimmung gibt es bei ALLEN sexuellen Identitäten - und diese müssen natürlich im Strafgesetzbuch(StGB) mit Strafe bedroht sein. Niemand - erst Recht nicht K13online - will solche Gewalttaten legalisieren. Pädophile, die Kinder auch sexuell lieben, werden den Jungen & Mädchen in keiner Hinsicht Gewalt antun. Im Gegenteil: Denn jede Liebe ist Liebe! Auch die KTW-Therapeuten sollten sich an diesen Realitäten orientieren.....  

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/de/Praeventionsambulanz/index.html



https://www.kein-taeter-werden.de


BR-Mediathek

Präventive Therapie von Pädophilen

"Kein Täter werden!"

Sexueller Kindesmissbrauch macht leider immer wieder Schlagzeilen. Gerne wird dann über härtere Strafen diskutiert. Ob das als Abschreckung hilft? Es gibt auch einen anderen Weg. "Kein Täter werden", heißt er. Dafür kämpft ein Präventionsnetzwerk.

https://www.br.de/mediathek/video/praeventive-therapie-von-paedophilen-kein-taeter-werden-av:5fda109ed1d182001a6705a3


 

VICE(Shayla Love): Therapieangebote für Pädophile im weltweiten Vergleich der USA, Kanada, Großbritannien, Schweden, Österreich, Schweiz und Deutschland 10.01.2021

Schwedischer Psychiater Christoffer Rahm: "Wir müssen weiter forschen, damit wir wissen, was wir tun" * K13online: "Forschungsprojekte müssen auch die Pädophilen/Pädosexuellen mit einbeziehen, die keine Therapien benötigen bzw. sich nie therapeutisch behandeln lassen werden"

Der VICE-Artikel strotzt förmlich von einer total einseitigen Darstellung der Pädophilie. Die Pädophilen werden pauschal als Hilfesuchende und Therapiebedürftige dargestellt, die auch noch medikamentöse Unterstützung erhalten, um ein "glückliches" Leben führen zu können. Primär steht der Kinderschutz & die Prävention im Therapieprogramm. Pädophile sollen gänzlich auf das Ausleben ihrer sexuellen Orientierung/Neigung/Identität verzichten. Jedoch lehnt die weltweit überwiegende Mehrheit der internationalen Pädophilenszene solche Therapieangebot ab. Die VICE-Journalistin verliert in Ihrem Artikel kein einziges Wort über diese Girllover & Boylover. Sie nennt ausschließlich Präventions- und Forschungsprojekte in den USA, Kanada, Großbritannien, Schweden, Österreich, Schweiz und Deutschland, die sich dem lebenslänglichen Verzicht von Sexualität der Pädophilen auf die Fahne geschrieben haben. Nur eine ganz kleine Minderheit folgt diesem Ziel. Von den geschätzten 250 Tsd Pädophilen alleine in Deutschland benötigen mit wenigen Ausnahmen alle keine Therapie und diese würden sich niemals in therapeutische Behandlung begeben. Pädophilie-Aktivisten schon gar nicht. Der VICE-Artikel offenbart nicht nur ein Zerrbild der Realität, sondern unterschlägt vorsätzlich die tägliche Wahrheit. Eine solche Ignoranz verhindert den öffentlichen Diskurs im gesamten Mainstream. Ein solch unseriöser Journalismus muss als sogenannte Hofberichterstattung bezeichnet werden, die nur eine Meinung zulässt: Nichts sagen, nichts sehen, nichts hören! "Wir müssen weiter forschen, damit wir wissen, was wir tun", sagt zumindest der schwedische Psychiater Christoffer Rahm. Die Sexualforschung zur Pädophilie steckt im heutigen Zeitgeist tatsächlich noch in den Kinderschuhen. Aber nur dann, wenn man alle früheren Forschungsergebnisse, die heutzutage politsch nicht mehr gewollt sind und medial missachtet werden, außer Betracht lässt. Tragisch ist auch, dass sich einige pädophile Projekte instrumentalisieren lassen. Diese werden dann von den Mainstream-Medien als Paradebeispiele vorgeführt, um Therapien zu rechtfertigen. Auch die VICE-Journalistin macht davon einen einseitigen und irreführenden Gebrauch. Deshalb muss Sie sich auch herbe Kritik von K13online gefallen lassen... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4363

(Update) Bayerischer Justizminister Georg Eisenreich hat Nachfolger für KTW-Standort Regensburg gefunden: Weiterer Standort für den südbayerischen Raum in München für 2021 geplant 30.06.2020

Dr. Ralf Bergner-Köther: "Kein Täter werden" Standort Bamberg kann nicht ganz Bayern abdecken * Gesundheitspolitischer Sprecher Dominik Spitzer(FDP) fordert KTW-Standorte in allen  Regierungsbezirken

Bayern hatte bis Sommer 2019 als einziges Bundesland zwei Standorte vom Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden(KTW)". Der Standort Regensburg wurde geschlossen. Betroffene standen plötzlich ohne ihre gewohnte Einrichtung da. Viele kamen zwar in Bamberg unter, durch die Umstellung seien aber auch Patienten verloren gegangen, bestätigt Ralf Bergner-Köther: Aus heutiger Sicht muss man ganz klar sagen, Bamberg allein kann nicht ganz Bayern abdecken. "Wir haben jetzt einen Professor am Uniklinikum in Regensburg gefunden. Insofern wird der Standort wieder betrieben werden können", sagt Georg Eisenreich, Justizminister von Bayern. Bis zum Ende des Jahres soll die Ambulanz ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch Dominik Spitzer, Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im bayerischen Landtag, kritisiert das geringe Angebot seit Langem. Deshalb brauchen wir Angebote vor Ort, am besten in jedem Regierungsbezirk", sagt der Abgeordnete und Mediziner. Aktuell werden 35 Männer in Bamberg behandelt. Das Ziel der Therapie ist es dabei aber nicht, ihre Pädophilie zu heilen. Eine solche Neigung könne nicht einfach überwunden werden, sagt Bergner-Köther. Betroffene hätten ein Leben lang damit zu tun. K13online erkennt seid den Vorfällen in Münster und daraufhin geplanten Strafverschärfungen einen Anstieg in der Berichterstattung zu den KTW-Projekten in den Mainstream-Medien. Erstmals ist die Rede davon, dass die Bundesländer ihre Standorte flächendeckend ausbauen. Bayern ist offensichtlich Vorreiter. Daraus könnte man schließen, dass das Präventionsnetzwerk auch einen Anstieg der therapie-willigen Pädophilen erwartet. Oder anders gesagt: Der Gesetzgeber will durch die Verschärfungen im Sexualstrafrecht noch mehr Pädophile "freiwillig" in eine Therapie drängen. Aktuell werden nur 35 Männer in Bamberg behandelt. Für ein ganzes Bundesland Bayern scheint diese Zahl ziemlich gering zu sein. Bestätigt jedoch, dass das Interesse der Pädophilen an solchen Therapien nur in Einzelfällen vorhanden ist. Und es bestätigt auch, dass die weit überwiegende Mehrheit dieser sexuellen Minderheit kein Interesse haben und auch keine Therapie benötigen. In Relation zu den geschätzten 250 Tausend Pädophilen in ganz Deutschland sind die Therapiewilligen eine ganz kleine Minderheit in der sexuellen Minderheit der Pädophilen. Und daran wird weder der Gesetzgeber noch sonst jemand etwas ändern. Und DAS ist auch gut so...  

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4194

geschrieben von K13online-Redaktion am 16.01.2021 Drucken

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