10 Tausend Euro aus Opferfond waren nicht genug: Mutmaßliche Missbrauchsopfer Marco & Sven erhalten zusätzlich rund 50 Tausend Euro Entschädigung von Berliner Bildungsverwaltung

Prof. Dr. Helmut Kentler war zu Lebzeiten ein renommierte Sexualpädagoge & Sexualwissenschaftlicher: Warum haben sich nach über 40 Jahren erst zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer des "Kentler-Experiments" gemeldet?

Die Berliner Bildungsverwaltung hat nun nach massivem medialen Druck den Forderungen der mutmaßlichen Missbrauchsopfer Marco & Sven nachgegeben und Entschädigungszahlungen von je rund 50 Tausend Euro geleistet. Zuvor hatten die Beiden schon 10 Tausend Euro aus einem Opferfond erhalten. Marco & Sven hatten angegeben, dass Sie in den 1970er Jahren von einem Pflegevater sexuell missbraucht worden seien. Beweise & Verurteilungen gibt es dazu allerdings nicht, zumal ohnehin alles verjährt wäre. Fakt ist, dass es dieses "Kentler-Experiment" wirklich gegeben hat. Eine unbekannte Vielzahl von Jungen wurden damals mit Förderung durch den Berliner Senat und mit wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Helmut Kentler an Pädophile/Pädosexuelle vermittelt. Es stellt sich also die Frage, warum haben sich nach über 40 Jahren erst zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer des "Kentler-Experiments" gemeldet? Könnte es nicht sein, dass es überhaupt keine weiteren Opfer von sexualisierter Gewalt gegen die Selbstbestimmung gegeben hat? Diese Frage möchte offensichtlich bei den Studien der Aufarbeitung niemand beantworten. Schließlich könnte dabei heraus kommen, dass es zwar sexuelle Beziehungen gegeben hat, aber diese nichts mit sexueller Gewalt zu tun hatten. Solche Wahrheiten sind nicht gewollt. Andererseits sind solche Betroffenen auch nicht bereit, sich im heutigen Anti-Pädophilen-Zeitgeist zu melden. Denn Sie würden gegen ihren Willen als Missbrauchsopfer dargestellt werden. Die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) kündigt eine 3. Studie zu diesem Themenkomplex an. Der Forschungsauftrag soll weitere pädophile Netzwerke offen legen. Davon gab es in der früheren Pädophilenbewegung der 1970er bis 1990er Jahre und darüber hinaus viele. Politische Aktivitäten gehörten zum Alltag und waren durchaus erfolgreich. Marco & Sven haben sicherlich für einen geruhsamen Lebensabend vorgesorgt. Das Land Berlin hat Ihnen dies nun ermöglicht...

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/04/kentler-skandal-entschaedigung-kindesmissbrauch-berlin-.html




 

Berliner Zeitung(Annika Leister) & mutmaßliche Missbrauchsopfer Marco & Sven: Einer hat bereits Amtshaftungsklage gegen das Land eingereicht, in der zweiten Klage wird noch um Prozesskostenhilfe gestritten 12.02.2020

Zivilklage auf noch mehr Geld eingereicht: Bisher habe die Bildungsverwaltung den Betroffenen(Marco & Sven) den Bezug von Leistungen aus dem Fonds Ergänzende Hilfesystem ermöglicht – der allerdings ist auf 10.000 Euro beschränkt

Die Journalistin Annika Leister von der Berliner Zeitung hat in den letzten Tagen massiven medialen Druck auf die Berliner Politik aufgebaut. Dadurch sieht sich die Bildungssenatorin Sandra Scheeres(SPD) offenbar zu einer Aussage genötigt, man solle doch auf die gesetzlich notwendige Einrede zur Verjährung bei der Schadensersatzklage der mutmaßlichen Missbrauchsopfer Marco & Sven zu verzichten. Denn verzichtet das Land Berlin nicht auf diese Einrede, dann haben die Beiden keine Chance noch mehr Geld einzuhamstern. Wie erst jetzt bekannt wurde sind bereits 10 Tsd Euro gezahlt worden. Die Behauptungen von Sven & Marco sind juristisch nicht bewiesen: Als Kinder von 1989 bis 1991 sollen die beiden vom Jugendamt Schöneberg an den pädosexuellen Pflegevater Fritz H. vermittelt worden sein, der sie bis in ihre Jugend hinein misshandelte, missbrauchte und vergewaltigte. Die Jugendämter Kreuzberg und Schöneberg gaben von 1973 bis 2003 neun Jungen zur Pflege an Fritz H., der schon lange verstorben ist. Niemand kommt bisher auf die Idee und stellt die berechtigte Frage, warum sich die anderen sieben Jungen noch nicht wegen Kindesmissbrauch gemeldet haben. Es ist völlig lebensfremd, wenn NUR Marco & Sven von Fritz H. missbraucht worden sein sollen. Die "Journalistin" Leister hätte auch in diese Richtung recherchieren müssen. Ganz offensichtlich ist sie nur an einer gut zu vermarktenden Story interessiert und missbraucht dafür ihre Macht eines Mainstream-Mediums auf unverantwortliche Art & Weise. Der folgenden Aussage von Florian Kluckert (FDP) stimmt K13online jedoch zu: Den Betroffenen schnell und leicht Zugang zu psychologischer Betreuung zu verschaffen.... 

+++ Im ewigen Gedenken: Psychologe und Professor für Sozialpädagogik Prof. Dr. Helmut Kentler verstarb am 9. Juli 2008 im Alter von 80 Jahren +++ 09.07.2020

Helmut Kentler zur Pädosexualität: "Ich habe in der überwiegenden Mehrheit die Erfahrung gemacht, dass sich päderastische Verhältnisse sehr positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Jungen auswirken können"


Prof. Dr. Helmut Kentler gehörte zu den Befürwortern einer emanzipatorischen Jugendarbeit und zählte zu den Vertretern der Sexualaufklärung der 1960er bis 1990er Jahre. In seiner Tätigkeit als Gerichtsgutachter und Experte für Kinder- und Jugendsexualität erreichte er in Fachkreisen  große Bekanntheit und Anerkennung. Von 1979 bis 1982 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, später war er Beirat in der Humanistischen Union. Auch war Kentler Kuratoriumsmitglied der Arbeitsgemeinschaft humane Sexualität(AHS e.V.) mit Sitz in Gießen. Zu dem besten Aufklärungsbuch deutscher Sexualerziehung "Zeig Mal" schrieb er das Vorwort. Als kaum problematisch betrachtete Kentler gleichberechtigte und diskriminierungsfreie sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern: „Werden solche Beziehungen von der Umwelt nicht diskriminiert, dann sind um so eher positive Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung zu erwarten, je mehr sich der Ältere für den Jüngeren verantwortlich fühlt.", schrieb er 1974 in seinem Vorwort zu dieser Broschüre. Im Jahre 1999 erklärte er noch - inzwischen völlig gegen den veränderten Zeitgeist: „Ich habe in der überwiegenden Mehrheit die Erfahrung gemacht, dass sich päderastische Verhältnisse sehr positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Jungen auswirken können, vor allem dann, wenn der Päderast ein regelrechter Mentor des Jungen ist.“ Kentler hatte bis zu seinem Todestag am 9. Juli 2008 ein positives Verhältnis zu einvernehmlich-pädophilen Beziehungen, obwohl sich der Zeitgeist in Missbrauchshysterie gewandelt hatte. Wir erinnern am 9. Juli 2020 an seinen 12. Todestag und danken Ihm für seine sexualwissenschaftlichen Erkenntnisse in ewigem Gedenken....

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=2559

(Update) Pressemitteilung der Leibnitz Universität Hannover über Prof. Dr. Helmut Kentler: Dr. Teresa Nentwig hat im Auftrag der Leibniz Universität das Wirken des umstrittenen Wissenschaftlers untersucht 24.08.2019

Dr. Teresa Nentwig: „Zwischen Lehrveranstaltungen, Gutachten und Medienauftritten - Helmut Kentlers Wirken an der Universität Hannover (1976-1996)“

Die Hochschulleitung der Leibniz Universität Hannover hat im Jahr 2018 einen Auftrag für ein Gutachten über das Wirken des Psychologen und Professors für Sozialpädagogik Helmut Kentler an der ehemaligen Technischen Universität Hannover an Dr. Teresa Nentwig (Universität Göttingen) vergeben. Das Ergebnis liegt nun vor und kann bei der Uni Hannover angefordert werden. K13online wird dieses Dokument anfordern und über den Inhalt berichten. Zunächst muss festgestellt werden, dass Prof. Dr. Kentler zu seinen Lebzeiten in keiner Weise umstritten gewesen war. Im Gegenteil: Er galt auf allen seinen Tätigkeitsgebieten als kompetent und war bundesweit anerkannt. Im heutigen Zeitgeist soll seine Lebensleistung verunglimpft und herab gewürdigt werden. Die Uni Hannover will sein damals positives und zukunftsweisendes Wirken heute verleugnen. Dementsprechend wird wohl auch das "Gutachten" von Frau Nentwig ausgefallen sein. Jedenfalls hatte sich dies bereits im April 2018 in ihrem Vortrag an der Uni angekündigt. K13online hatte an dieser Veranstaltung teilgenommen und ein News mit Bildergalerie publiziert. Die damaligen Artikel in der Hannoverschen Allgemeine Zeitung waren zu einer reinen Hofberichterstattung verkommen. Der aktuelle Artikel ist online leider nicht verfügbar bzw. handelt es sich um einen Bezahlartikel. Unipräsident zum Pädophilie-Fall Helmut Kentler: „Wir ducken uns nicht weg“. K13online verzichtet deshalb auf das Verlinken und wird nicht weiter darauf eingehen. Sobald uns das "Gutachten" vor liegt werden wir weiter berichten...(Update 24. August: Der Bericht von Nentwig über Kentler ist hier von der Uni Hannover als PDF-Datei(2 MB) eingetroffen. Demnächst werden wir zu dem Ergebnis ein weiteres News publizieren)

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=3929 

geschrieben von K13online-Redaktion am 28.04.2021 Drucken

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