Belgien will neue Wege bei Pädophilie/Pädosexuellen beschreiten: In Flandern ist eine Debatte darüber entstanden, wie man Pädophilen helfen kann, mit ihrer Neigung umzugehen. Experten fordern, dieses Thema zu ent­ta­bu­i­sie­ren

Philosophin Griet Vermassen: "In der Schule sollte nicht nur besprochen werden, was im Falle eines sexuellen Übergriffs zu tun ist, sondern auch, wenn man entdeckt, dass man pädophil ist"

Im belgischen Flandern fordern Experten, dass Thema der Pädophilie zu enttabulisieren. Die Philosophin Griet Vermassen hat das Thema Pädophilie in der Zeitung De Standaard aufgegriffen und anhand von Zahlen bewusst gemacht, wie viele Pädophile es in unserer Gesellschaft gibt. Alleine in Belgien geht man von 43.000 Menschen aus. In der Schule sollte nicht nur besprochen werden, was im Falle eines sexuellen Übergriffs zu tun ist, sondern auch, wenn man entdeckt, dass man pädophil ist. Das Stigma der Pädophilie müsse dafür verschwinden, sagt Vermassen. Kris Vanhoeck sagt: „Gebt den Pädophilen die Chance, über ihre Gefühle zu sprechen." In Deutschland existieren lediglich sogenannte Schutzkonzepte in Schulen und Sportvereinen etc, die die Thematik der Pädophilie völlig ausschließen. Fakt ist jedoch, dass die heutigen Schüler/Innen schon im Laufe der Pubertät ihre pädophile Orientierung erkennen. Solche Jugendlichen finden in den Schulen & Freizeiteinrichtigungen keinen vertrauenvollen Ansprechpartner/In. Wenn die Problematik sexualisierter Gewalt gegen Kindern in den Schulklassen angesprochen wird, dann muss zeitgleich auch die Thematik der Pädophilie/Pädosexualität besprochen werden. Dabei müssen auch die Eltern mit ihren Söhnen & Töchtern mit einbezogen werden. Das Tabu muss gebrochen werden. Denn es ist klar und eine klare Ansage an alle Eltern: Auch dein Sohn & Tochter kann pädophil sein! Die Schule mit ihren Lehrern/Innen können den Jungen & Mädchen die beste Hilfestellung anbieten. Dazu müssen die Lehrkräfte natürlich entsprechend geschult werden. Im Bereich der Homosexualität gibt es bereits Projekte für schwule und lesbische Kinder/Jugendliche. Das Mobbing, die Ausgrenzung, sowie die Homo- und Pädophobie muss durch frühzeitige Aufklärung verhindert werden. Der beste Kinderschutz vor sexualisierter Gewalt besteht in der Anerkennung & Akzeptanz der Pädophilie. Schon im Aufklärungsunterricht in den Schulen muss damit begonnen werden. Wer sich diesem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen widersetzt, der läuft Gefahr, potenzielle Täterschaften zu fördern. K13online wird die positiven Ansätze in Belgien weiter beobachten und dann erneut berichten. Für Deutschland sollten gleiche Initiativen gestartet werden. Die betroffenen Kinder & Jugendlichen werden es Euch danken... 

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geschrieben von K13online-Redaktion am 28.05.2021 Drucken

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