Schon die Staatsanwaltschaft hätte das Ermittlungsverfahren sofort einstellen müssen: Amtsgericht Wittenberg verurteilte den Mann jedoch wegen Kindesmissbrauch zu Haftstrafe

Freispruch erst beim Landgericht in Dessau-Roßlau: 9-jähriger Junge hatte bei der Videovernehmung beim Amtsgericht und auch zuvor bei der Polizei nichts vom Berühren seines "Pullermann" erzählt

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen einen wegen der Deliktsart sexueller Kindesmissbrauch vorbestraften 44-jährigen Mann aus Annaburg Anklage erhoben, obwohl keine belastende Aussage des 9-jährigen Jungen vorlag. Ein mutmaßlicher Augenzeuge will beobachtet haben, dass sich der Annaburger den Jungen über die linke Schulter gelegt habe, um ihn mehrfach über den Intimbereich zu streicheln. Schon an dieser Stelle hätte die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren sofort einstellen müssen. Es gab jedoch in dem Ort Gerüchte, der Mann könnte ein "Kinderschänder" bzw. Pädophiler sein. Die Pädokeule schlägt zu. Das Amtsgericht Wittenberg verurteilte den unschuldigen Mann in 1. Instanz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Ein unfassbares Fehlurteil, welches erst in der Berufungsinstanz aufgehoben und zu einem gerechten Freispruch geführt hat. Dieser Fall macht den andauernden Anti-Pädophilen-Zeitgeist mehr als deutlich. Sogar erstinstanzliche Amtsgerichte und Staatsanwaltschaften unterliegen diesem Zeitgeist. Ganz offensichtlich hat die Vorstrafe und die falsche Zeugenaussage dazu geführt, dem Annaburger sexuellen Kindesmissbrauch zu unterstellen. Nach dem Motto: Ein Pädophiler muss eine solche Tat begangen haben. Dabei hatte der Junge bei der Videovernehmung beim Amtsgericht und auch zuvor bei der Polizei nichts vom Berühren seines "Pullermann" erzählt. Es ist auch dem Verteidiger Malte Greisner zu verdanken, dass es bei der Berufung vor dem Landgericht in Dessau-Roßlau zu einem Freispruch gekommen ist. Auch dem Journalisten Andreas Behling von der Volksstimme ist für seinen objektiven und fairen Artikel zu danken, denn ein solch guter Journalismus ist auch im heutigen medialen Zeitgeist keine Selbstverständlichkeit. Allerdings schreibt Behling über den Freigesprochenen lediglich, dass er nun in einem anderen Bundesland lebt. Es darf jedoch vermutet werden, dass dieser Umzug nicht freiwillig stattgefunden hat, sondern die Ursache in diesem Gerichtverfahren sowie der sozialen Ausgrenzung liegt. Pädophile, die auf diese Weise zwangsgeoutet werden, verlieren oftmals auch ohne Verurteilungen ihre Wohnung & Arbeitsplatz und damit die gesamte Existenz. Ein als pädophil Geouteter hat nur wenig Chancen auf Resozialisierung in die Gesellschaft. Auch wenn K13online davon persönlich schon seit über 15 Jahren nicht mehr betroffen ist, so trifft eine solche Stigmatisierung & Verfolgung auf fast die gesamte Pädophilenszene zu. Auch in diesem Punkt ist ein grundlegender Paradigmenwechsel dringend erforderlich.... 

https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/sexueller-missbrauch-eines-kindes-nun-gibt-es-zweifel-an-zeugen-3318960



 

Vor der Fehlurteilsverkündung am Amtsgericht Wittenberg


 

  

 


 

(Update) Erfolgreiche Revision des Pfadfinderleiters Dieter K. beim Bundesgerichtshof(BGH): Rechtsfehlerhaftes Urteil des Landgerichts Baden-Baden wegen Anstiftung zur Vergewaltigung aufgehoben 03.12.2021

Begründung im BGH-Beschluss: Die Beweiswürdigung des Landgerichts ist rechtsfehlerhaft, weil ein durchgreifender Erörterungsmangel bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin vorliegt

Wie von K13online erwartet hat der Bundesgerichtshof(BGH) das rechtsfehlerhafte Urteil des Landgerichtes(LG) Baden-Baden gegen den Pfadfinderleiter Dieter K. aufgehoben. Die Revision ist damit erfolgreich und eine andere Strafkammer des LG wird ganz neu darüber verhandeln. In der BGH-Begründung wird deutlich, dass die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin - mutmaßliches Missbrauchs- und Vergewaltigungsopfers - stark angezweifelt wird. Das LG Baden-Baden hatte sich bei seiner rechtlichen Würdigung ausschließlich auf die Aussage des vermeintlichen "Opfers" gestützt. Die angebliche Anstiftung zur "Vergewaltigung" durch Dieter K. soll sich vor über 30 Jahren ereignet haben. Schon dieser lange Zeitraum nach der angezeigten "Tat" hätte bei der vorliegenden Beweislage dazu führen müssen, das Verfahren einzustellen bzw. Dieter K. frei zu sprechen. Es ist ganz offensichtlich, dass das LG den Pfadfinderleiter wenigstens in diese Sache verurteilen wollte, weil einige Zeugen ausgesagt hatten, dass es damals Sexualkontakte mit Jungs gegeben hatte, die jedoch verjährt sind. OLG-Beschluss: Die Verurteilung des Angeklagten hält bereits einer sachlich-rechtlichen Nachprüfung nicht stand, so dass es eines Eingehens auf die Verfahrensrüge nicht bedarf. Deutlicher kann ein Fehlurteil & Justizirrtum nicht ausfallen. Der nach Rechtsauffassung von K13online zu Unrecht Angeklagte Dieter K. hat bereits jetzt durch das Gerichtsverfahren einen unermesslichen Schaden genommen. Er muss sich nun erneut einer Beweisaufnahme bei Gerichtsverhandlungen stellen. Das mediale Interesse wird ihn erneut in die Öffentlichkeit zerren und ein weiterer Schaden wird entstehen. Verursacht werden diese Schädigungen primär durch die Nebenklägerin. Schon bei den Gerichtsverhandlungen Ende 2020 konnten weder die heute erwachsenen "Täter" noch der Tatort etc.. ermittelt werden. K13online wird zu den kommenden Gerichtsterminen wieder zum LG Baden-Baden anreisen und weiter LIVE berichten....(Update 7. Dezember: Auf Anfrage hat die Sprecherin des LG mitgeteilt, dass die Verhandlung noch nicht terminiert wurde. Der Prozess ist nicht vor dem II. Quartal 2022 zu erwarten)

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4639

geschrieben von K13online-Redaktion am 12.01.2022 Drucken

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