(Update) Tod eines U-Häftlings in der JVA Koblenz wirft viele Frage auf: Staatsanwaltschaft beantragt Obduktion der Leiche und leitet ein Verfahren zur Todesursache ein

Vermutlich Suizid wegen Prozess von mutmaßlichen Kindesmissbrauch: Ein Todesermittlungsverfahren wird eingeleitet, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass jemand eines nicht natürlichen Todes gestorben ist 

In der JVA Koblenz wurde am vergangenen Sonntagmorgen ein U-Häftling tot in seiner Einzelzelle aufgefunden. Der 59-jährige Koblenzer soll u. a. in Ferienfreizeiten Kinder sexuell missbraucht haben. Der 1. Prozesstag hatte in der Woche zuvor stattgefunden. Das Gerichtverfahren gegen den Mann wurde inzwischen eingestellt. Damit gilt endgültig die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft hat eine  Obduktion der Leiche beantragt und ein Verfahren zur Todesursache eingeleitet. Ein Todesermittlungsverfahren wird dann eingeleitet, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass jemand eines nicht natürlichen Todes gestorben ist. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Suizid handelt. Der Tod eines Inhaftierten wirft immer viele Fragen auf. Warum konnte dieser nicht verhindert werden? Handelt es sich um einen selbst gewollten Suizid oder wurde der Mann durch Dritte dazu getrieben? Die Knasthierarchie kann einen Suizid fördern. Die sexuelle Identität des toten U-Häftlings ist bisher nicht bekannt geworden. Auch ob es sich bei den Anklagepunkten um Mädchen oder/und Jungen handelt ist unklar.  Demnach steht auch noch nicht fest, ob der Mann ein Girllover oder Boylover war - vielleicht überhaupt nicht pädophil gewesen ist. Unabhängig von der ungeklärten Schuldfrage bei dieser Deliktsart trauert K13online um den verstorbenen Mann. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt der Grund des Suizides beim Gerichtsverfahren. Insbesondere bei Inhaftierten in U-Haft sind die JVAs grundsätzlich immer verpflichtet, Suizidgefährungen zu erkennen und zu verhindern. Dies ist ersichtlich nicht geschehen. Eine psychologische Betreuung des Mannes hat es offenbar nicht gegeben. K13online fordert deshalb eine vollständige Aufklärung. Und zwar nicht nur über die Todesursache, sondern auch über die genauen Hintergründe. Mehrere Mainstream-Medien haben die dpa-Meldung aufgegriffen und berichtet. In den nächsten Tagen sollen die Ergebnisse des Todesermittlungsverfahren vorliegen. Auch K13online wird dann weiter berichten...(Update 15. Januar: Das Obduktionsergebnis liegt vor - Suizid. Auf welche Weise sich der Mann das Leben genommen hat wurde von der Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt)   

https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-koblenz-ermittlungen-nach-tod-eines-haeftlings-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220112-99-678181



https://justizvollzugsanstalt.org/jva-koblenz/


© dpa-infocom, dpa:220111-99-672072/3

Koblenz (dpa/lrs) - Ein wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagter Untersuchungshäftling ist im Koblenzer Gefängnis tot aufgefunden worden. Der Todesfall sei am vergangenen Sonntag (9. Januar) entdeckt worden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Landgerichts Koblenz. Dort habe am vergangenen Donnerstag ein Prozess gegen den 59-jährigen Koblenzer begonnen. Ihm sei schwerer sexueller Missbrauch von unter 14-Jährigen in 23 Fällen zwischen 2014 und 2017 vorgeworfen worden. Als Organisator von Ferienfreizeiten solle der Mann die Taten teils in anderen Ländern verübt haben. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» online darüber berichtet.

Zur möglichen Todesursache des Angeklagten machte die Gerichtssprecherin keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz war am späten Dienstagnachmittag nicht mehr zu erreichen. Das Gerichtsverfahren wird laut der Gerichtssprecherin eingestellt.

https://www.zeit.de/news/2022-01/11/wegen-missbrauchs-angeklagter-haeftling-tot-aufgefunden


Nach dem Tod eines Häftlings in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Koblenz hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Leiche beantragt. Der Tote war am Sonntag entdeckt worden.

Der Mann war wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt und nach Angaben der JVA in einem Einzelhaft-Raum untergebracht. Die Leiche sei am Sonntagmorgen entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" über den Fall berichtet.

Obduktion soll Todesursache klären

Durch die Obduktion der Leiche soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft die genaue Todesursache geklärt werden. Mit einem Ergebnis werde frühestens Ende der Woche gerechnet. Bisher liegen den Angaben zufolge keine konkreten Anhaltspunkte für eine Straftat vor.

Am Landgericht hatte in der vergangenen Woche der Prozess gegen den 59-jährigen Koblenzer begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm in 23 Fällen schweren sexuellen Missbrauch von unter 14-Jährigen vor. Als Organisator von Ferienfreizeiten soll der Mann die Taten zwischen 2014 und 2017 teils in anderen Ländern verübt haben.

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Nach dem Tod eines Häftlings in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Koblenz liegt jetzt das Obduktionsergebnis vor. Der Tote war am Sonntag entdeckt worden.

Die Obduktion hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Anzeichen auf ein Fremdverschulden ergeben. Sie geht demnach davon aus, dass sich der Mann das Leben genommen hat. Deswegen würden keine weiteren Ermittlungen gegen Dritte geführt, heißt es. Hinweise auf Suizidabsichten des Mannes habe es nicht gegeben.

Der Mann war wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt und nach Angaben der JVA in einem Einzelhaft-Raum untergebracht. Die Leiche sei am Sonntagmorgen entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Leiche wurde obduziert

Durch die Obduktion der Leiche konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die genaue Todesursache geklärt werden. Danach liegen den Angaben zufolge keine Anhaltspunkte für eine Straftat vor.

Am Landgericht hatte in der vergangenen Woche der Prozess gegen den 59-jährigen Koblenzer begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm in 23 Fällen schweren sexuellen Missbrauch von unter 14-Jährigen vor. Als Organisator von Ferienfreizeiten soll der Mann die Taten zwischen 2014 und 2017 teils in anderen Ländern verübt haben. 

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/koblenz-prozess-sexueller-missbrauch-angeklagter-tot-in-haftanstalt-100.html



Obduktion angeordnet, weil Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass jemand eines nicht natürlichen Todes gestorben ist. Der Koblenzer Mann war laut Presse in U-Haft in einer Einzelzelle untergebracht. Daraus könnte geschlossen werden, dass es sich um einen selbst gewollten Suizid handelt. Gegenwärtig kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann von Dritten in den Suizid getrieben wurde. Die Möglichkeiten eines Suizides in einer Einzelzelle sind stark eingeschränkt. 

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Auch die sexuelle Identität des toten U-Häftlings ist bisher nicht bekannt geworden. Auch ob es sich bei den Anklagepunkten um Mädchen oder/und Jungen handelt ist unklar.  Demnach steht auch noch nicht fest, ob der Mann ein Girllover oder Boylover war - vielleicht überhaupt nicht pädophil gewesen ist. 

 


 

Zwei Suizide in der Justizvollzugsanstalt(JVA) Dresden/Sachsen: Beide Inhaftierte standen unter dem Verdacht es sexuellen Kindesmissbrauchs 12.08.2021

"Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet", bestätigt Oberstaatsanwalt Lorenz Haase(61): 51-jähriger Mann stranguliert und 48-jähriger Mann in U-Haft nahm offenbar Tabletten

Nur ganz selten gelangen mutmaßliche Suizide hinter den schweigenden Gefängnismauern von JVAs an die mediale Öffentlichkeit. Am letzten Freitag und Montag wurden zwei Insassen in ihren Zellen tot aufgefunden. Der 48 Jahre alte Dresdner befand sich in U-Haft und gegen Ihn hätte am gestrigen Mittwoch der Prozess wegen Kindesmissbrauch stattfinden sollen. Der 51 Jahre alte Mann musste eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen und im Anschluss war U-Haft wegen sexuellen Missbrauch von Kindern angeordnet worden. "Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet", bestätigt Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (61). "Dazu zählt, dass eine Obduktion angeordnet wurde." Bei den Todesursachen soll es sich um Strangulierung und Tabletteneinnahme handeln. Eine Suizidgefährdung will die JVA Dresden nicht erkannt haben. Dabei ist es gerade bei dieser Deliktsart ganz offensichtlich, dass der Grund für die zwei Toten genau darin zu suchen ist. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen innerhalb der JVA eingeleitet. Diese Verfahren müssen für die Öffentlichkeit transparent gemacht werden. Die Anstaltsleitung muss alle Hintergründe aufdecken und dazu medial Stellung nehmen. Auch das Justizministerium in Sachsen muss sich aktiv an der Aufklärung der Sachverhalte beteiligen. Denn es kann mit aktuellem Ermittlungsstand nicht ausgeschlossen werden, dass die mutmaßlichen Suizide das Resultat einer menschenverachtenden Knasthierarchie gewesen sind. Es wäre nicht das erste Mal, dass Mitgefangene oder sogar JVA-Beamte, wegen Kindesmissbrauch oder Kinderpornos beschuldigte Inhaftierte, in eine lebensbedrohliche Lage getrieben haben. Beide Männer waren bis zum Tot nicht rechtskräftig verurteilt worden. Es galt und gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Ob die beiden Männer schuldig oder unschuldig sind, wird gerichtlich nicht mehr festgestellt, weil diese Verfahren eingestellt werden. K13online fordert von allen Beteiligten vollständige und transparente Aufklärung. Wir trauern um die zwei Verstorbenen und hoffen, dass sich auch die Angehörigen der zwei Männern für vollständige Aufklärung einsetzen. Letztendlich sind die zwei Toten auch das Ergebnis des seit vielen Jahren andauernden und menschenverachtenden Zeitgeistes... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4552

geschrieben von K13online-Redaktion am 13.01.2022 Drucken

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