Abgelehnte Beweisanträge sind Revisionsgründe: Landgericht Koblenz lehnt Antrag der Verteidigung auf Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens ab und verurteilt Familienvater

Verteidiger Friedrich beantragte Freispruch: "Er hätte dem Zeugen körperlich keine Schmerzen zugefügt und auch keine Drohungen ausgesprochen oder Gewalt gegen ihn ausgeübt"

Der Journalist Wolfgang Rabsch(NR-Kurier) berichtet erneut und objektiv über die Verhandlung vor dem Landgericht Koblenz gegen einen Familienvater, der bis zum 25. Lebensjahr eine sexuelle Beziehung mit seinem Sohn hatte. Vor der mündlichen Urteilsbegründung erging der Beschluss, den Antrag der Verteidigung auf Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens über den Sohn abzulehnen. Abgelehnte Beweisanträge sind Revisionsgründe beim Oberlandesgericht. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert: "Er hätte dem Zeugen körperlich keine Schmerzen zugefügt und auch keine Drohungen ausgesprochen oder Gewalt gegen ihn ausgeübt". Alle Gerichte stehen bei einvernehmlicher Sexualität aufgrund der bestehenden Unrechtsgesetze im § 176 ff. StGB vor einem juristischen Dilemma. Sie dürfen die Angeklagten nicht freisprechen. Wohl aber kann das Gericht den Strafrahmen möglichst gering halten. Das Landgericht Koblenz hat davon jedoch keinen Gebrauch gemacht. Unter Einbeziehung einer anderen Verurteilung(vier Jahre) aus dem Jahre 2021 verhängte das aktuelle Gericht(dreieinhalb Jahre) eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten. Auch dieser Fall geht in die jährliche Kriminalstatistik(PKS) als "schwerer sexueller Kindesmissbrauch" ein. Die PKS wird damit verfälscht, denn es hat in dieser sexuellen Beziehung keine Gewalthandlungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung gegeben. Dies wurde durch die Zeugenaussage des Sohnes("Opfers") bestätigt. Die von der Staatsanwaltschaft vorgetragenen "Langzeitfolgen" beziehen sich nicht auf den damaligen Sexualkontakt, sondern auf die heutige Situation des inzwischen erwachsenen Sohnes. Dennoch war der Sohn vor Gericht als Nebenkläger aufgetreten. Damit ist er maßgeblich an der Verurteilung seines Vaters mit beteiligt. Die Frage, ob der Sohn während der Knastzeit des Vaters Schuldgefühle entwickeln wird, bleibt offen.... 

https://www.nr-kurier.de/artikel/116179-schwerer-sexueller-missbrauch-in-linz--bonner-muss-siebeneinhalb-jahre-in-haft



 

 


 

Wenn der Vater mit dem Sohne: Landgericht Koblenz verhandelt über einen Familienvater, der mit seinem Sohn als Kind einvernehmlichen Oral- und Analverkehr hatte 14.05.2022

Erstaunlich objektiver und sachlicher Artikel in der Internetzeitung NR-Kurier(Wolfgang Rabsch): "Manchmal haben wir vorher Pornos geschaut, Gewalt hat mein Vater nie angewandt"

Vor dem Landgericht in Koblenz ist ein offenbar nicht-pädophiler Familienvater wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauch seines Sohnes angeklagt, weil der heute erwachsene Sohn ihn im Jahre 2020 angezeigt hatte. Zuvor hatte er sich seiner Halbschwester & Mutter offenbart und den Vater als "Täter" bezeichnet. Der Sohn trat vor Gericht als Zeuge auf: „Mein Vater hat sich, wenn es Zeit zum Schlafengehen war, im Bett immer hinter mich gelegt, und dann angefangen sich über Kraulen und Streicheln meinem Genitalbereich zu nähern. Das wiederholte sich mehrmals bei meinen Besuchen, so dass es auch einvernehmlich zu Oral- und Analverkehr kam, bis zum Samenerguss. Den Analverkehr habe ich als sehr schmerzvoll und unangenehm empfunden. Manchmal haben wir vorher Pornos geschaut, Gewalt hat mein Vater nie angewandt, ich ließ es so passieren, ohne mich zu wehren. Ich hatte bis zum Alter von 25 Jahren mit meinem Vater sexuelle Kontakte. Daraus kann geschlossen werden, dass der Vater nicht pädophil ist. Warum hat der heute erwachsene Sohn seinen Vater nach so vielen Jahren angezeigt, obwohl er sich damals offenbar nicht als Missbrauchsopfer dargestellt hatte? Dazu schreibt der NR-Kurier-Journalist Wolfgang Rabsch über den Sohn: „Als Kind weiß man nicht, ob es richtig oder falsch ist, was der Vater mit einem macht.“ Die Frauen bestätigten übereinstimmend, dass sie keinerlei Anzeichen erkennen konnten, dass der Zeuge von dem Angeklagten regelmäßig sexuell missbraucht wurde. Die Verteidigung hat nun ein Glaubwürdigkeitsgutachten bei Gericht beantragt. Die nächste Gerichtsverhandlung findet am 19. Mai statt. Erstaunlich ist die objektive Berichterstattung des NR-Kurier-Journalisten Wolfgang Rabsch. Das ein Mainstream-Medium in dieser Ausführlichkeit & Sachlichkeit über diese Deliktsart berichtet, ist sehr ungewöhnlich und wird von K13online sehr begrüßt. An einer solch objektiven Berichterstattung sollten sich viel mehr Journalisten/Innen der Mainstream-Medien orientieren und diesem positiven Beispiel folgen... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4776

geschrieben von K13online-Redaktion am 21.05.2022 Drucken

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