Niemand will Schuld sein am Suizid des Priesters: Am Donnerstagmorgen letzter Woche wurde die Leiche von Christof May in einem Wald unweit von Limburg nahe der Stadt Runkel gefunden

Man merkte ihm an, dass er sich nach Freundschaft sehnte. Er sei ein Kumpeltyp gewesen: May wurde einbestellt und informiert, dass er ab sofort von allen Ämtern freigestellt sei – weil ihm sexueller Missbrauch Minderjähriger zur Last gelegt werde 

Die ZEIT hat umfangreiche Recherchen zum Tod des kath. Priesters Christof May vorgenommen. Es heißt, er habe einen Abschiedsbrief in seinem Zimmer im Priesterseminar hinterlassen, von dem der Blick auf den Dom zu Limburg fällt. Am Mittwochnachmittag um kurz nach 16 Uhr wird Christof May bei der Polizei als vermisst gemeldet. An der Suche nach dem Regens beteiligen sich Feuerwehr und DRK, mit Schiffen auf der Lahn, mit Hubschraubern aus der Luft, mit Hundestaffeln am Boden, stundenlang. Am Donnerstagmorgen letzter Woche wird die Leiche in einem Wald unweit von Limburg nahe der Stadt Runkel gefunden. Der zuständige Staatsanwalt hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und teilt der ZEIT mit, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. Von Vorwürfen "übergriffigen Verhaltens" gegen den Priester hätten bisher weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Kenntnis gehabt. Die kath. Kirche steht von allen Seiten unter massivem Druck, weil ihr Vertuschung von sexuellem Kindesmissbrauch vorgeworfen wird. Der Begriff Minderjährige wird oft dann verwendet, wenn es sich um Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren handelt. Die Einleitung von kirchlichen Voruntersuchungen dürfte ein Grund für den Suizid des Priesters gewesen sein. Schon der bloße Verdacht bzw. Anschuldigung führt im heutigen Zeitgeist zur Existenzvernichtung. Wer solche Beschuldigungen erhoben hat, ist bisher völlig unbekannt. Niemand will Schuld sein am Suizid des Priesters. Alle Beteiligten sind fassungslos und in die tiefer Trauer. Kann man eigentlich der andauernden Missbrauchshysterie & der Vorverurteilung eine Schuld geben? K13online meint JA! Es bedarf dringend eines grundlegenden Paradigmenwechsels. Mit einem Klick auf weiterlesen gelangen Sie zu Zitaten aus dem ZEIT-Artikel...   

https://www.zeit.de/2022/25/christof-may-suizid-missbrauch-limburg (kostenpflichtiger Artikel)



 

Zitate

Doch ihr letztes Treffen war keines unter Gleichen. May wurde einbestellt und informiert, dass er ab sofort von allen Ämtern freigestellt sei – weil ihm sexueller Missbrauch Minderjähriger zur Last gelegt werde. So soll die Beschuldigung gelautet haben, auch wenn in den ersten Erklärungen des Bistums nach Mays Tod nur von "Übergriffen" die Rede war. Tatsächlich teilte Bischof Bätzing seinem Regens mit, man eröffne eine kirchenrechtliche Voruntersuchung. Dies schreiben die neuen Leitlinien der DBK zur Missbrauchsaufklärung vor. Sie sollen verhindern, dass kirchenintern weiter vertuscht wird.

Allerdings, das zeigt das Drama des Christof May, sind die Regeln ein heikles Instrument: Sie sehen nämlich auch vor, einstige Arbeitsstellen des Beschuldigten zu informieren – um dort aktiv zu erfragen, ob es weitere Betroffene gab. Und die Unschuldsvermutung? In Limburg und wegen der Nähe des Regens zu Bätzing wäre der Fall rasch publik geworden.

Es heißt, er habe einen Abschiedsbrief in seinem Zimmer im Priesterseminar hinterlassen, von dem der Blick auf den Dom zu Limburg fällt. Der vieltürmige Bau auf dem hohen Felsen sieht aus wie ein Märchenschloss, doch seit zehn Jahren ist der Dom berüchtigt, weil der damalige Bischof Tebartz-van Elst einen gleichermaßen teuren wie hässlichen Neubau durchsetzte. Der Skandal von damals verblasst nun vor dem Hintergrund des neuen Dramas.

Am Mittwochnachmittag um kurz nach 16 Uhr wird Christof May bei der Polizei als vermisst gemeldet. An der Suche nach dem Regens beteiligen sich Feuerwehr und DRK, mit Schiffen auf der Lahn, mit Hubschraubern aus der Luft, mit Hundestaffeln am Boden, stundenlang. Am Donnerstagmorgen wird die Leiche in einem Wald unweit von Limburg nahe der Stadt Runkel gefunden. Der zuständige Staatsanwalt hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und teilt der ZEIT mit, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. Von Vorwürfen "übergriffigen Verhaltens" gegen den Priester hätten bisher weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Kenntnis gehabt.

Laien begegneten Priestern auch heute mit respektvollem Abstand, "da ist der heilige Mann gefragt". Und durch den Zölibat fehlten eben andere, alltägliche Dimensionen von Nähe und Halt. Schaffe man es nicht, all diese Hürden zu überwinden, so Becker, werde man unglücklich. "Ich bin der festen Überzeugung, dass das das Problem von Christof May war." May war sein Regens. Er erlebte ihn beim jährlichen Semestergespräch, über die Ostertage in Limburg, bei gemeinsamen Ausflügen. "Man merkte ihm an, dass er sich nach Freundschaft sehnte." Er sei ein Kumpeltyp gewesen. "Aber aufgrund seiner Stellung in der Hierarchie blieb immer eine Distanz. Er entschied ja, ob wir uns zum Priestertum eignen."

Becker sagt, May sei "ein bisschen schockiert" gewesen, als er ihm mitteilte, dass er doch nicht Priester werden wolle. Wieder einer weniger. "Wo sollen die künftig herkommen?" Becker glaubt, der Bischof wie der Regens hätten ihn auch dann zum Priester geweiht, wenn er sich ihnen als homosexuell offenbart hätte. Bitter für May sei der Vorwurf gewesen, er sei schwulenfreundlich, um sich beliebt zu machen. "Er hat gesehen, die Kirche muss sich ändern, um nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken." Noch ist sie nicht bedeutungslos. Noch erwarten die Leute von der Kirche etwas.

Was bleibt von Christof May? Der fahle Bau des Priesterseminars, wo er wohnte, liegt auf der Anhöhe wie eine leere Hülle. Nur die eigenen Schritte hallen in der großen Eingangshalle wider. Nach Priesterschülern, die um ihren Lehrer trauern, sucht man hier vergeblich. In Limburg, im Haus des Regens, wohnt schon lange kein einziger mehr von ihnen. Zwei Priester wurden Pfingstengeweiht. Für zwei Seminaristen in Frankfurt war May zuletzt zuständig, außerdem für sechzig Seelsorger und Kapläne an anderen Ausbildungsstätten des Bistums. Und zu Hause in Limburg diese Leere. Man kann sagen, May lebte im Herzen der Kirchenkrise. Zu große Häuser, zu wenige Leute. Und am Ende fehlte auch noch die Hoffnung.

   


 

Katholische Kirche & Synodalversammlung: Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer spricht die sexualwissenschaftliche Wahrheit über pädosexuelle Beziehungen aus und muss nach Empörung & Angriffen wieder zurück rudern 05.02.2022

Bischof Voderholzers unglückliche Wortwahl: "Das für die betroffenen Kinder & Jugendlichen die Vernehmungen wesentlich schlimmer sind als die im Grunde harmlosen Missbrauchsfälle"

Für große Empörung und massive Angriffe sorgten die Äußerungen des Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer bei der Synodalversammlung der Katholische Kirche. Dabei hat Voderholzer lediglich die sexualwissenschaftliche Wahrheit über pädosexuelle Beziehungen ausgesprochen. Die Meta-analytische Studie von Rind, Tromovitch und Bauserman(USA) und Michael C. Baurmann(BKA) belegen u.a. eindeutig, dass bei einvernehmlicher Sexualität zwischen Erwachsenen & Kindern ein Schaden erst durch die polizeilichen Vernehmungen & Gerichtverhandlungen entsteht. Diese Wahrheit wird im heutigen Anti-Pädophilen-Zeitgeist völlig todgeschwiegen. Die Wortwahl von Voderholzer war allerdings unglücklich gewählt. Aber immerhin hat er die Wahrheit kurz angesprochen, die jedoch nach Protesten & Angriffen der Delegierten & Missbrauchsopfern sofort wieder zurück genommen wurde. Auch in der katholischen Kirche ist es entsprechend dem verlogenen Mainstream nicht mehr möglich, wissenschaftliche Erkennntis aus den 1970er bis 1990er Jahre vorzutragen, geschweige denn zu diskutieren. Natürlich muss bei der heutigen Aufarbeitung von Missbrauchsfällen die damalige Zeit berücksichtigt werden. Das Verschweigen ist Geschichtsverfälschung. Voderholzer relativiert und schließt sich damit dem heutigen Mainstream-Zeitgeist an: Ich habe im Zusammenhang mit einer Analyse der historischen Passagen von WSW daran erinnert, dass in den 1970er Jahren eine unverantwortliche Verharmlosung auf hoher und höchster wissenschaftlicher Ebene auch zu verzeichnen ist, und dass das auch Zeitgeist war, und dass dem vielleicht auch Manche erlegen sind. Ich halte die Verharmlosung des sexuellen Missbrauchs für verheerend! Und es empört mich, wenn da gesagt und geschrieben wurde, dass der Missbrauch oft ein „Verbrechen ohne Opfer“ sei. Das sage nicht ich, aber das wurde in psychologischen Fachzeitschriften so genannt. Niemand bei der Synodalversammlung sieht sich veranlasst, die historischen Fakten der Sexualwissenschaft zu thematisieren. Im Gegenteil. Die sexualwissenschaftliche Studie des Michael C. Baurmann(BKA) wird einfach ignoriert: Etwa 48% der Personen, die als "Geschädigte" registriert worden waren, berichteten von keinen oder nur minimalen Schäden. Sie perzipierten sich selbst auch nicht als "Geschädigte" oder als Opfer einer primären Viktimisation. Der Syndale Weg führt nicht zur Wahrheit, sondern zur Verleugnung empirischer Erkenntnisse, die bis heute nicht widerlegt wurden. Auch Halbwahrheiten zu tatsächlich stattgefundener sexueller Gewalt sind letztendlich Lügen.... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4691

Immer mehr Gefangene nehmen sich in JVAs das Leben: Weiterer Suizid eines Familienvaters, der wegen des Verdachtes nach § 176 ff. StGB in U-Haft war 16.02.2022

Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Ulla Jelpke: "Dass es erneut zu einem Anstieg der Suizidrate kam, sollte die Behörden alarmieren, denn sie haben für diese Menschen eine Schutz- und Fürsorgepflicht.“

Hat schon wieder eine Justizvollzugsanstalt (JVA) die drohende Suizidgefahr bei einem Untersuchungshäftling nicht erkannt? Diese Frage wird zu Recht von der Schleswig-Holstein Zeitung(shz.de) gestellt, der sich K13online anschließt. Bei den Deliktsarten des § 176 ff. und 184 ff. StGB muss besonders in U-Haft von einer grundsätzlichen Suizidgefährung angegangen werden. „Es ist entsetzlich, wie viele Menschen sich in deutschen Gefängnissen Jahr für Jahr gezwungen sehen, ihr Leben zu beenden“, sagt Ulla Jelpke. Die Abgeordnete der Linkspartei ist Mitinitiatorin der Kleinen Anfrage. Dass es erneut zu einem Anstieg der Suizidrate kam, „sollte die Behörden alarmieren, denn sie haben für diese Menschen eine Schutz- und Fürsorgepflicht.“ Daran hat es ganz offensichtlich bei einem Familienvater in der JVA Lübeck gemangelt. Der 47 Jahre alte Mann wurde in seiner Einzelzelle tot aufgefunden. Er hat sich in U-Haft stranguliert. Nur ganz selten gelangen solche Suizide an die mediale Öffentlichkeit. Die sogenannte Dunkelziffer dürfte enorm hoch sein. Auch bei dieser mutmaßlichen Selbsttötung durch Erhängen fordert K13online eine vollständige Aufklärung der suizidalen Hintergründe. Zum Einen kann ein dienstliches Fehlverhalten von JVA-Beamten/Innen nicht ausgeschlossen werden. Zum Anderen muss staatsanwaltschaftlich untersucht werden, ob der Familienvater durch Mitgefangene in den Suizid getrieben wurde. Für den Verstorbenen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, denn die Ermittlungen waren noch nicht abgeschlossen und es lag keine rechtskräftige Verurteilung vor. Für den Strafvollzug sind die 16 Bundesländer zuständig. K13online fordert von den Innen- und Justizministerien der Länder: Konzepte zur Prävention vor Suizid. Psychologische Betreuung von allen Gefangenen, die von den Deliktsarten des 13. Abschnitts im StGB betroffen sind. Der sogenannten "Knasthierarchie" muss mit allen dienstrechtlichen und strafrechtlichen Sanktionen entgegen gewirkt werden. Journalisten/Innen der Mainstream-Medien werden aufgerufen, über möglichst viele Suizide zu berichten. Die Anstaltsleitungen der JVAs müssen verpflichtet werden, selbst Pressemitteilungen zu Todesfällen zu veröffentlichen. Jährliche Statistiken mit Angaben der Deliktsarten müssen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. K13online trauert mit den Familienangehörigen des Verstorbenen in ewiger Erinnerung mit dieser Berichterstattung...

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geschrieben von K13online-Redaktion am 15.06.2022 Drucken

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