Deutsche Presse-Agentur(dpa) bei ZEIT-Online: «Aber Panik ist nicht geboten, und Eltern sollten angesichts solcher Fälle wie der Tod Ayleens die Kontrolle nicht übertreiben.»

Marc Reinelt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg zum Cybergrooming: "Vorschläge, sich in einer Wohnung oder einem abgelegenen Waldstück zu treffen, sollten abgelehnt werden. Ein öffentlicher Ort sei unabdingbar für eine erste Zusammenkunft"

Die 14-jährige Ayleen wurde ermordet. Der mutmaßliche Täter ist bereits verhaftet worden. Täter & Opfer sollen sich offenbar über das Internet kennengelernt haben. Sofort hat wieder eine aufgebrachte Diskussion über das sogenannte Cybergrooming begonnen. Die Deutsche Presse-Agentur(dpa) bei ZEIT-Online: «Aber Panik ist nicht geboten, und Eltern sollten angesichts solcher Fälle wie der Tod Ayleens die Kontrolle nicht übertreiben.» Ein solcher Hinweis ist bei der medialen Berichterstattung nicht üblich. Ebenso diese Äußerung von Marc Reinelt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg: "Vorschläge, sich in einer Wohnung oder einem abgelegenen Waldstück zu treffen, sollten abgelehnt werden. Ein öffentlicher Ort sei unabdingbar für eine erste Zusammenkunft". Im YouTube-Kanal von Die WELT erklärt der Cyberkriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger erneut seine Sichtweise auf das Cybergrooming. Aufgrund der andauernden Hysterie & Hetze & Hasskriminalität findet man dort die folgenden Hinweis: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Große Teile der Mainstream-Medien haben in der Vergangenheit selbst und erheblich dazu beigetragen, dass es fast keine sachlichen Auseinandersetzungen zu diesen Themenkomplexen mehr geben kann.  Im Sinne eines effektiven Kinderschutzes vor tatsächlicher sexueller Gewalt ist jede Form von Ausgrenzung und Verfolgung kontraproduktiv. Es bedarf deshalb dringend eines grundlegenden Paradigmenwechsels. Für den mutmaßlichen Täter gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil weiterhin die Unschuldsvermutung. Auch dieser rechtstaatliche Grundsatz existiert im Prinzip nur noch auf dem Papier und findet in der Realität fast keine Anwendung mehr.... 

https://www.zeit.de/news/2022-08/02/eltern-sollen-internetkonsum-der-kinder-beachten



Wie starb die 14-jährige Ayleen?

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ayleen-videospiele-100.html


Zitate ZEIT-Online

Auf der Seite der Minderjährigen mische sich sexuelle Neugier mit dem Wunsch nach Anerkennung und dem Bedürfnis, Grenzen auszutesten. Das Phänomen nimmt nach Worten des LKA-Fachmannes zu. Opfer seien Mädchen wie Jungen, Täter meist Männer. Deren Motive lägen neben der sexuellen Befriedigung auch im Auskosten von Macht- und Überlegenheit gegenüber dem Opfer. 2021 habe es bundesweit 3500 Fälle des Straftatbestandes «Vorbereitung zum sexuellen Missbrauch» gegeben. Das Dunkelfeld ist Reinelt zufolge groß. «Aber Panik ist nicht geboten, und Eltern sollten angesichts solcher Fälle wie der Tod Ayleens die Kontrolle nicht übertreiben.»

Wenn es zu einem persönlichen Treffen komme, sollten im Idealfall die Eltern dabei sein und sich die Person genau anschauen. Auch das Hinzuziehen von Freunden oder Freundinnen beim Erstkontakt reduziere das Risiko von Übergriffen. «Das wäre die Mindestvoraussetzung», unterstrich Reinelt. Vorschläge, sich in einer Wohnung oder einem abgelegenen Waldstück zu treffen, sollten abgelehnt werden. Ein öffentlicher Ort sei unabdingbar für eine erste Zusammenkunft.

© dpa-infocom, dpa:220802-99-245476/3


 


 


 

Cyber-Grooming - man will das Dunkelfeld erhellen: Landesanstalt für Medien NRW & Schulministerin Gebauer(FDP) stellen Meldestelle Zebra vor 12.02.2022

Staatsanwältin Langer(ZAC-NRW): "Das Problem sei allerdings, dass Betroffene viel zu selten Anzeige erstatten" * K13online: Die Masse der betroffenen Kids erstattet deshalb keine Anzeige, weil sie nicht Teil des Hellfeldes werden wollen

Die Dimension des Cybergroomings zeigt eine repräsentative Umfrage der Landesanstalt für Medien. Demnach haben es knapp ein Viertel der befragten Kinder und Jugendlichen schon erlebt, dass erwachsene Online-Kontakte sich real mit ihnen verabreden wollen. Jeder siebte Befragte wurde bereits aufgefordert, sich für einen Erwachsenen vor einer Web- oder Handykamera auszuziehen. Signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gab es bei der Befragung übrigens nicht. Das deckt sich mit Erfahrungen von Ermittlern. In manchen von Minderjährigen genutzten Internetforen würden sich mehr Pädophile als Kinder aufhalten. Das Dunkelfeld aufhellen soll jetzt eine neue Meldefunktion. Der einfach gehaltene Button findet sich auf der Internetseite für Kinder fragzebra.de! Niemand kommt ganz offensichtlich auf die Idee, dass die Masse der betroffenen Kids überhaupt nicht will, dass das sogenannte Dunkelfeld aufgehellt wird. Diese Kinder & Jugendlichen werden diese neue Meldestelle mit Sicherheit nicht nutzen. Denunzianten haben allerdings ein leichteres Spiel. Aufgeklärte Jungen & Mädchen sind im heutigen Internetzeitalter nicht blöd. Sie wissen genau, was sie tun und was sie nicht wollen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Diese relativ wenigen Ausnahmen gelangen dann zur Strafzeige wegen Cybergrooming. Dabei muss es sich nach der letzten Strafverschärfung nicht mehr um ein reales Kind handeln, welches sexuell angemacht wird, sondern es können auch Erwachsene sein, die sich als Kind ausgeben. Auch der untaugliche Versuch ist strafbar geworden. JEDER Erwachsene, der sich im Internet mit einem Kind über sexuelle Dinge unterhält, steht damit unter Generalverdacht des Cybergrooming. Weder die Landesanstalt für Medien NRW, noch die Schulministerin Gebauer(FDP), noch die Staatsanwältin Langer weisen auf diese Fakten hin. Auch der WDR-Journalist Benjamin Sartory äußert sich nicht kritisch. Alle aufgeführte Beteiligte haben die tägliche Realität nicht erkannt. Ein größeres Armutszeugnis kann es kaum geben... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4696

geschrieben von K13online-Redaktion am 04.08.2022 Drucken

Copyright by K13-Online-Redaktion