Deutscher SPIEGEL greift den österreichischen Filmproduzenten & Regisseur Ulrich Seidl an: Seidl dementierte die Anschuldigungen in einer Presseaussendung und bezeichnet sie als Verzerrung und Diffamierung seiner Arbeitsweise

Denn innerlich und insgeheim kämpft er(Ewald) gegen seine pädophile Neigung an: Weltpremiere des Spielfilms SPARTA beim Filmfestival in Toronto(Canada) & Europapremiere beim Filmfestival in San Sebastián(Spanien)

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film von dem Österreicher Ewald, der vor einigen Jahren nach Rumänien gezogen ist. In seinen Vierzigern sucht er einen Neuanfang, verlässt seine Freundin und zieht ins Hinterland. Mit den Kindern und Jugendlichen aus der Gegend gestaltet er eine verlassene Schule in eine Festung um. Die Buben genießen eine unbeschwerte Existenz mit Sport und Spiel. Allerdings muss Ewald sich einer Wahrheit stellen, die er lange verdrängt hat. Weder die Kinder noch die Außenwelt, die ihn umgibt, weiß etwas davon. Denn innerlich und insgeheim kämpft er gegen seine pädophile Neigung an.....! Die Dreharbeiten zu diesem Spielfilm zum Pädophilie-Thema fanden bereits 2019 statt. Dabei soll es laut dem deutschen SPIEGEL u.a. zu den folgenden Ereignissen gekommen sein: "Einzelne Szenen, worin die Kinder unvorbereitet und ohne ausreichende Betreuung mit Alkoholismus, Nacktheit und Gewalt konfrontiert wurden oder genötigt worden seien, sich auszuziehen, wurden als grenzüberschreitend und traumatisierend empfunden." In einer Stellungnahme weißt Seidl alle Vorwürfe zurück und kündigt rechtliche Schritte gegen den SPIEGEL an: Wurde ihnen Angst gemacht, der Film könnte pädophile Sexszenen beinhalten? Das tut er nicht. Es ist kein Kind nackt oder in einer sexualisierten Situationen, Pose oder Kontext gedreht worden. Solche Szenen waren niemals meine Intention und wurden auch nicht gedreht. Nie haben wir beim Dreh die Grenzen des ethisch und moralisch Gebotenen überschritten. Die Weltpremiere des Spielfilms SPARTA ist beim Filmfestival in Toronto(Canada) & Europapremiere beim Filmfestival in San Sebastián(Spanien) vorgesehen. Mit Stand von heute wurde noch kein Trailer des Spielfilms veröffentlicht. Somit kann die gesamte Öffentlichkeit den konkreten Inhalt des Films (noch) nicht kennen. Zur gegebenen Zeit werden wir weiter berichten... 

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulrich-seidl-der-dreh-ueber-einen-paedophilen-wirft-fragen-auf-ld.1701098



Zitate aus der Stellungnahme von Ulrich Seidl

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film von dem Österreicher Ewald, der vor einigen Jahren nach Rumänien gezogen ist. In seinen Vierzigern sucht er einen Neuanfang, verlässt seine Freundin und zieht ins Hinterland. Mit den Kindern und Jugendlichen aus der Gegend gestaltet er eine verlassene Schule in eine Festung um. Die Buben genießen eine unbeschwerte Existenz mit Sport und Spiel. Allerdings muss Ewald sich einer Wahrheit stellen, die er lange verdrängt hat. Weder die Kinder noch die Außenwelt, die ihn umgibt, weiß etwas davon. Denn innerlich und insgeheim kämpft er gegen seine pädophile Neigung an.....

..... Einige Tage nach Drehschluss im Sommer 2019 habe ich alle Kinder und deren Eltern zuhause besucht, um mich für ihre Beteiligung am Film zu bedanken. Niemand hat eine Beschwerde, ein Unbehagen oder einen Vorwurf geäußert. Ich wünsche mir, dass SPARTA, wenn der Film erst einmal im Kino ist, diese von Außen und erst im Zuge der Berichterstattung entstandenen Vorbehalte ausräumen kann.

Ulrich Seidl

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220902_OTS0137/sparta-eine-stellungnahme-von-ulrich-seidl-zu-spiegel-artikel


Zitate

Orchestrierter Shitstorm?

Die Reaktionen auf den Spiegel-Bericht sind geteilt. Wo sich manche in ihrer Ablehnung von Seidls Filmen bestätigt fühlen, werfen sich andere zu Apologeten des "Grenzgänger-Regisseurs" auf und wittern einen orchestrierten "Shitstorm". Christine Dollhofer vom Filmfonds Wien, der Sparta mitfinanzierte, stellte klar, dass man die Vorwürfe ernst nehme: "Die Einhaltung der Fürsorgepflicht durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin ist dem Filmfonds Wien ein grundsätzliches Anliegen […]. Bei der Mitwirkung von Kindern gilt diese Pflicht in besonderem Maße."

Das Filmfestival in San Sebastián scheint bislang an der Europapremiere von Sparta festzuhalten. Wie allerdings das Filmfestival von Toronto reagiert und ob noch weitere Vorwürfe laut werden, wird sich im Laufe der Woche zeigen.

https://www.derstandard.de/story/2000138794423/geteilte-reaktionen-auf-spiegel-vorwuerfe-gegen-ulrich-seidl

geschrieben von K13online-Redaktion am 05.09.2022 Drucken

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