(Update) 30. Filmfestival in Hamburg 2022: SPARTA, ein Film von Ulrich Seidl, feiert mit seinem p├Ądophilen Hauptdarsteller Ewald(Georg Friedrich), am 5. Oktober Deutschlandpremiere

Statement von Festivalleiter Albert Wiederspiel und Programmleiterin Kathrin Kohlstedde: FILMFEST in HAMBURG setzt die Preisverleihung von DOUGLAS SIRK in diesem Jahr 2022 aus

Der Spielfilm SPARTA hatte beim Filmfestival in San Sebastian/Spanien seine Weltpremiere. Konnte jedoch die "Goldene Muschel" nicht gewinnen, weil der deutsche SPIEGEL diese Auszeichnung mit einem Artikel, der schwere Vorwürfe gegen den Produzenten & Regisseur Ulrich Seidl bei den Dreharbeiten erhoben hatte, verhindert wurde. Der in Spanien mit viel Applaus und positiver Presse uraufgeführte Film hat jetzt am 5. Oktober seine Deutschlandpremiere beim Filmfest in Hamburg. In der Hauptrolle spielt Georg Friedrich einen Pädophilen(Ewald), der sich in Jungen(Boylove) verliebt. Ewald verlässt seine Freundin und zieht in eine verarmte, ländliche Einöde nach Rumänien, wo er mit einer Gruppe von vorpubertären Jungs aus der Umgebung ein verfallenes Schulgebäude zu einer Festung ausbaut: SPARTA. Die Kinder entdecken dort eine Unbeschwertheit, die sie so nicht kannten. Ewald muss sich einer lange verdrängten Wahrheit stellen: Pädophilie! Die K13online-Redaktion kann zu dieser deutschen Kino-Uraufführung beim Festival leider nicht dabei sein. Gerne würden wir aber über diesen Spielfilm in einem News berichten. Deshalb bitten wir Gleichgesinnte in Hamburg/Umland, sich den Film anzuschauen und uns eine Filmkritik zu senden. Mit Ausnahme der Besucher/Innen der Filmfestivals ist der konkrete Inhalt von SPARTA bisher nicht bekannt, weil es dazu auch keinen Trailer gibt. Lediglich der ORF/ZIB hatte Ausschnitte gezeigt. Mit einem Klick auf weiterlesen gelangen Sie zu drei Filmsequenzen mit Ewald & seinen Jungs beim Judosport. Wir wünschen dem Festivalveranstalter sowie dem Produzenten & Regisseur Ulrich Seidl mit seinen Schauspielern/Innen & den Jungen-Darstellern alles Beste! Sobald die deutschen Mainstream-Medien in die Berichterstattung eingestiegen sind, werden auch wir berichten und ein Update zu diesem News publizieren....(Update 4. Oktober 2022: Zur Vorführung wird Ulrich Seidl nicht erwartet)

https://www.filmfesthamburg.de/film/sparta



Update 4. Oktober 2022:

Douglas-Sirk-Preis wird nicht an Regisseur Ulrich Seidl verliehen

Auf dem Filmfest werden Auszeichnungen mit einem Preisgeld von insgesamt 110.000 Euro vergeben. Auf die Verleihung des Douglas-Sirk-Preises an den österreichischen Regisseur Ulrich Seidl ist wegen Vorwürfen zu schlechten Arbeitsbedingungen der Kinder am Set von "Sparta" verzichtet worden, obwohl es noch im Heft zum Filmfest als Ankündigung zu lesen ist.

Deswegen habe man die Preisverleihung kurzfristig abgesagt, zeige aber dennoch Filme des Regisseurs, so Filmfestchef Albert Wiederspiel. "Diesmal sind wir in einen gewissen Shitstorm reingeraten, nachdem wir das alles entschieden haben und das Programmheft im Druck war. Ich kann das nicht beurteilen, der Film und Herr Seidl sind nicht verurteilt, das ist eine Reportage einer Zeitschrift. Vielleicht stimmt sie, vielleicht stimmt sie nicht", so Wiederspiel. Da der Preis von der öffentlichen Diskussion überschattet werden würde, habe man stattdessen verzichtet. Zur Vorführung wird Ulrich Seidel nicht erwartet.

https://www.ndr.de/kultur/film/Von-Cannes-nach-Hamburg-Prominenz-beim-Filmfest,filmfest900.html


 


DOUGLAS SIRK PREIS 2022

FILMFEST HAMBURG setzt die Preisverleihung in diesem Jahr aus, zeigt jedoch den Film Sparta von Ulrich Seidl als Deutschlandpremiere. Dazu ein Statement von Festivalleiter Albert Wiederspiel und Programmleiterin Kathrin Kohlstedde. 

Anlässlich der Deutschlandpremiere von Ulrich Seidls Sparta hatten wir geplant, dem österreichischen Regisseur den diesjährigen Douglas Sirk Preis zu verleihen. Das ist auch dem gedruckten Programmheft zu entnehmen. 

Die Vorwürfe gegen die Produktion rund um die Arbeitsbedingungen während der Dreharbeiten zu dem Film kamen auf, nachdem unser Heft bereits im Druck war. 

Wir haben den Film aufgrund seiner herausragenden Qualität ins Programm aufgenommen. Es ist ein sehr einfühlsamer Film über ein besonders schwieriges und tabuisiertes Thema. Die Vorwürfe gegen Ulrich Seidl richten sich gegen die Bedingungen während der Dreharbeiten und explizit nicht gegen seinen Film. 

Wir haben uns daher entschlossen, den Film im Programm zu belassen. Darüber hinaus zeigen wir auch Rimini, den Berlinale-Beitrag von 2022, der das filmische Diptychon um die Geschichte zweier Brüder komplettiert. 

Bezüglich des Douglas Sirk Preises haben wir uns dazu entschieden, den Preis nicht zu verleihen, da die aktuellen Vorwürfe gegen die Produktion eine Preisverleihung überschatten würden. 

Hamburg, den 13. September 2022

 

Albert Wiederspiel, Festivalleiter

Kathrin Kohlstedde, Leiterin Programm

https://www.filmfesthamburg.de/news/douglas-sirk-preis-2022/ 


 

 


 

 


70. Internationale Filmfestival im spanischen San Sebastian: Keine Goldene Muschel für SPARTA, den der Festivaldirektor Jose Luis Rebordinos als wohl besten Film von Ulrich Seidl bezeichnet hatte 25.09.2022

Ein journalistischer Machtmissbrauch & mediale Grenzüberschreitung: Ulrich Seidls neuer Film "Sparta" hatte  in San Sebastian Weltpremiere, nachdem in den letzten zwei Wochen eine regelrechte Hexenjagd über den österreichischen Regisseur herein gebrochen war

Das kolumbianische Roadmovie "Los Reyes del Mundo" ist am Samstagabend beim 70. Internationalen Filmfestival von San Sebastian mit der "Goldenen Muschel" ausgezeichnet worden. Der Pädophilie-Film "Sparta" des österreichischen Filmemachers Ulrich Seidl ging im offiziellen Wettbewerb unterdessen leer aus. Bei seiner Weltpremiere am vergangenen Sonntag überzeugte „Sparta“ schließlich Publikum wie Presse. Festivaldirektor Jose Luis Rebordinos meinte, es sei wahrscheinlich Seidls bester Film. Verursacht wurde dieser Misserfolg von SPARTA bei der Preisvergabe durch einen Artikel im deutschen SPIEGEL und in der Folge weiterer Mainstream-Medien. Heise-Online-Telepolis(Rüdiger Suchsland) schreibt zu dieser medialen Grenzüberschreitung: Empörend ist die Frechheit, mit der in manchen Texten jetzt österreichische Autorenfilmer wie Seidl und auch Michael Haneke zu "Skandalregisseuren" heruntergebrochen werden, so als ob dies eine Rolle wäre, die man freiwillig sucht und nicht eher das Resultat skandalisierender Medien, die erst jemanden zum "Skandalregisseur" erklären, um ihm dann aus der Tatsache, ein "Skandalregisseur" zu sein, einen Strick zu drehen. Ulrich Seidls neuer Film "Sparta" hatte jetzt in San Sebastian Weltpremiere, nachdem in den letzten zwei Wochen eine regelrechte Hexenjagd über den österreichischen Regisseur, der für seine Hybrid-Filme an der Grenze zwischen Spielfilm und Dokumentarfilm bekannt ist, hereingebrochen war. Dem hat K13online nichts hinzuzufügen. Die Deutschlandpremiere wird am 5. Oktober 2022 beim Filmfestival in Hamburg stattfinden. Mehr Informationen finden Sie mit einem Klick auf weiterlesen....

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4901 

 

geschrieben von K13online-Redaktion am 04.10.2022 Drucken

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