Berliner Tagesspiegel Queer: Vor 40 Jahren wurde viel über straffreien Sex mit Minderjährigen diskutiert. Auch die Schwulenbewegung machte sich damit gemein. Eine Ausstellung wird das demnächst thematisieren

In den Siebziger- und Achtzigerjahren gab es eine starke politische Allianz zwischen der Schwulen- und der Pädo-Bewegung: Beide Bewegungen kämpften gegen den § 175 StGB und für sexuelle Emanzipation. Das meinte auch die Aufhebung des Schutzalters 

Der Berliner Tagesspiegel kündigt die Ausstellung im Schwulen Museum an. Demnach sollen auch Dokumente der damaligen AG-Pädo ausgestellt werden, die früher dem Bundesverband Homosexualität(BVH) angehört hatte. Auch Fleyer, Briefe und Sitzungsprotokolle sind noch vorhanden. Ebenso Nachrufe zu Joachim S. Hohmann, Autor des im Jahre 1980 erschienenen Buches "Pädophilie Heute". In den Siebziger- und Achtzigerjahren gab es eine starke politische Allianz zwischen der Schwulen- und der Pädo-Bewegung und im Förster Verlag waren eine Vielzahl von Büchern zum Pädophilie-Thema erschienen. Von der gesamten Literatur befinden sich Original-Printausgaben in der K13online-Bibliothek. Einige Autoren & Aktivisten von damals sind inzwischen verstorben. Andere leben noch unter uns: Zeitzeugen! Zitate: „Das war kein Nischenphänomen“, sagt Bosold. „Diese Forderungen waren damals Konsens in linken und links-liberalen Milieus.“ Auch die Erziehungs- und Sexualwissenschaften seien sich weitgehend einig gewesen, dass sogenannte gewaltfreie Sexualität mit Erwachsenen für Kinder unschädlich sei. "Wir haben viel zu lange geschwiegen“, sagt Bosold heute. Die Ausstellung soll ein Anstoßpunkt für weitere Auseinandersetzungen mit dem Thema sein, wissenschaftlicher wie gesellschaftlicher Art. Bis zu diesem Punkt verspricht die Ausstellung einen historischen Rückblick auf die damalige Homo- und Pädobewegung. Zu sehen im Schwulen Museum in Berlin ab dem 5. Oktober 2023...(Update 28.9.2023: K13online wird zur Eröffnung der Ausstellung nicht im Schwulen Museum anwesend sein, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Wir rufen jedoch Gleichgesinnte in Berlin/Umland zum Besuch auf. Gerne können uns Bilder & Videos & Berichte gesandt werden) 

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/viel-zu-lange-geschwiegen-schwules-museum-arbeitet-verbindungen-zur-padophilenbewegung-auf-10429393.html (ABO)



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https://krumme13.org/text.php?s=read&id=65


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... und viele weitere mehr... 


 

Hauptstadtkulturfonds Berlin fördert Ausstellung im Schwulen Museum mit 140.000Euro unter dem folgenden Projekt-Titel: Pädosexualitäten - Eine Kulturgeschichte sexualisierter Gewalt gegen Kinder & Jugendliche 31.08.2023

Mannschaft Magazin: "Und werden den «Stimmen der Betroffenen» auch Stimmen gegenübergestellt, die dieses Material einst hergestellt und möglicherweise bewundert haben, geht es also um einen Dialog auf allen Ebenen?"

Mit einer Fördersumme von sage und schreibe 140.000Euro finanziert der Hauptstadtkulturfonds Berlin eine Ausstellung im Schwulen Museum. Der bewilligte Projekt-Titel lautet: "Pädosexualitäten. Eine Kulturgeschichte sexualisierter Gewalt gegen Kinder & Jugendliche". Dieser Titel hat absolut nichts mit den politischen Aktivitäten der früher gemeinsam kämpfenden Homo- und Pädophilenbewegung zu tun. Völlig offen und unklar ist auch, wie die finanziellen Mittel verwendet werden. Mit der Summe von 140 Tausend Euro kann man eine riesen Ausstellung organisieren. Auch das Mannschaft-Magazin stellt berechtigte Fragen - Zitate: Zum Beispiel die, wie genau «Jugendliche» definiert wird und was exakt mit «Gewalt» gemeint ist. Wird die Definition aus Gesetzestexten angewandt, und falls ja, Texte von heute oder historische (etwa aus dem 19. Jahrhundert)? Wie grenzt man Kinder von Jugendlichen ab (auch im historischen Rückblick) und wer entscheidet, was «sexualisierte Gewalt» ist? Zählt ein Wilhelm-von-Gloeden-Foto dazu (auch im SMU-Archiv vorhanden) als Teil der «gesellschaftlichen Zusammenhänge», die in den Blick genommen werden sollen? Werden «Stimmen der Betroffenen» auch Stimmen gegenübergestellt, die dieses Material einst hergestellt und möglicherweise bewundert haben, geht es also um einen Dialog auf allen Ebenen? Mit Stand von heute gibt es keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass ein Dialog zwischen den damaligen Homo- und Pädophilie Aktivisten und dem Veranstalter der Ausstellung stattfinden soll. Wir haben bei allen in den News genannten Personen & Stellen angefragt und unsere Expertise angeboten. Von allen Angefragten stehen die Antworten aus...! Zur gegebenen Zeit werden wir weiter berichten.... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=5228

Ausstellung im Schwulen Museum in Berlin gibt schon im Vorfeld erheblichen Anlass zum Protest: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Zeichen von Emanzipation 28.08.2023

Angekündigte Ausstellung will die frühere Homo- und Pädophilenbewegung kriminalisieren: "Doch in beiden Archiven befinden sich Zeugnisse der Rechtfertigung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in diskursiven Dokumenten und Artefakten"

Schon der Titel dieser Ausstellung stellt eine massive Diskriminierung, Diffamierung und Kriminalisierung der früher gemeinsam agierenden Homo- und Pädophilenbewegung bei ihren politischen Aktivitäten dar. Damit wird der Geschichtsverfälschung Tür und Tor geöffnet. Verantwortlich dafür zeichnen Dr. Birgit Bosold(SMU), Dr. Susanne Rappe-Weber(Archiv der deutschen Jugendbewegung, AdJb), Dr. Tino Heim & Dr. Volker Woltersdorff. Zitate: Beide Institutionen haben sich einer konsequenten Aufarbeitung des verstörenden Tatbestands verschrieben, dass die Gemeinschaften, deren Erbe sie bewahren, sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche Raum boten und ihrer Verharmlosung oder ideologischen Rechtfertigung zuarbeiteten. Die Ausstellung will einen Beitrag zur Auseinandersetzung damit leisten. Sie stellt zur Diskussion, wie es möglich war, dass Bewegungen, deren Kernanliegen die Selbstbestimmung von Menschen ist, so anfällig waren für die Rhetoriken der Täter*innen, so unsolidarisch mit den Betroffenen und beklemmend desinteressiert an deren Schicksal. Diese verlogene Missbrauchsausstellung wird vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs gefördert und finanziert. Schwule und pädophile Aktivisten sollen als damalige Zeitzeugen ganz offensichtlich ausgeschlossen werden: Im Zentrum der Ausstellung stehen vielmehr dokumentarisches Material und die Stimmen von Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Missbrauchsopfer sollen die Ausstellung dominieren. Damit hat die Ausstellung jeden Anspruch auf eine geschichtliche Aufarbeitung verloren. Es gilt das Motto der vier Affen: Nichts sagen, nichts sehen, nichts hören...! K13online regt zu einer beim Ordnungsamt Berlin angemeldeten Protest-Demo vor dem Schwulen Museum an. Vorab nehmen wir zu der angekündigten "Ausstellung" bzw. Missbrauchsveranstaltung Stellung. Mit einem Klick auf weiterlesen gelangen Sie zu mehr Hintergrundinformationen... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=5225

geschrieben von K13online-Redaktion am 28.09.2023 Drucken

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