"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten" - Theodor Adorno
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Zwei Kriminalbeamtinnen des LKA Berlin haben Präventionskampagne gegen Kinder- und Jugendprostitution gestartet: Der Jüngste, den wir angetroffen haben, war elf Jahre alt 01.06.2022

Nur der Gesetzgeber und in Folge die Ermittlungsbehörden verwenden den Begriff Zwangsprostitution: "Die Jungen selbst haben oft auch gar kein Opferbewusstsein. Die Prostitution ist für sie eine lukrative und normale Methode des Geldverdienens"

Der rbb24 hat ein für den heutigen Anti-Pädophilien-Zeitgeist erstaunlich freizügiges Interview mit zwei Kriminalbeamtinnen des LKA Berlin geführt. Thematisiert wird die Kinder- und Jugendprostitution, die es sicherlich nicht nur in Berlin gibt, sondern in vielen großen Städten in Deutschland und darüber hinaus. Zitate: Die Jungen selbst haben oft auch gar kein Opferbewusstsein. Die Prostitution ist für sie eine lukrative und normale Methode des Geldverdienens. Für die Jungen geht ihre Familie über alles. Das Schlimmste, was man ihnen antun kann, ist, sie von ihren Familien zu trennen und sie etwa in Kriseneinrichtungen unterzubringen. Sie wollen das nicht, sie haben gar nicht das Gefühl, dass man ihnen damit hilft. Besser kann man den Widerspruch zwischen der Realität und dem Gesetzgeber bzw. Ermittlungsbehörden wohl kaum beschreiben. Das LKA Berlin hat eine Präventionskampagne gegen Kinder- und Jugendprostitution gestartet. Millert: Die Zivilgesellschaft kann eine soziale Kontrollfunktion bewirken. Man sollte dafür sensibel werden, dass es nicht normal ist, wenn an einem Kneipentresen ein sichtlich minderjähriger Junge auf dem Schoß eines erwachsenen Mannes sitzt und von ihm gestreichelt und geküsst wird und man dann gemeinsam verschwindet. Das primäre Problem liegt nicht bei den Ermittlungsbehörden & späteren Gerichten, sondern beim Gesetzgeber. Die Staatsanwaltschaften & Richter/Innen sind an Recht & Gesetz gebunden. Damit geht es um politische Mehrheiten im Deutschen Bundestag, die Strafrechtsreformen einleiten müssten. Dies ist jedoch nicht in Sicht. Somit wird auch die Strafverfolgung fortgesetzt. Jedoch wird das Gesetz nicht gänzlich verhindern können, dass sich die betroffenen Jungs & Freier finden werden. Die kriminalisierte Stricherszene wird nach dem Motto handeln: Wo kein Kläger, da auch kein Richter. Daran wird auch eine Präventionskampagne kaum etwas ändern können...  

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/05/zwangsprostitution-berlin-minderjaehrige-osteuropa-lka-polizei.html



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Zitate

Die Jungen werden also von der eigenen Familie zur Prostitution gezwungen?

Millert: Genau. Dies ist zumindest häufig so. Bei diesen Familien herrscht oftmals gar kein Unrechtsbewusstsein für ihr Handeln. Die Jungen selbst haben oft auch gar kein Opferbewusstsein. Die Prostitution ist für sie eine lukrative und normale Methode des Geldverdienens. Für die Jungen geht ihre Familie über alles. Das Schlimmste, was man ihnen antun kann, ist, sie von ihren Familien zu trennen und sie etwa in Kriseneinrichtungen unterzubringen. Sie wollen das nicht, sie haben gar nicht das Gefühl, dass man ihnen damit hilft. Ich würde deshalb auch nicht behaupten, dass die Jungen aus zerrütteten Familienverhältnissen stammen. Man kann sich schwer hineinversetzen von unserem Familienbegriff ausgehend. Unabhängig von den persönlichen Umständen handelt es sich bei diesem Verhalten aber um Zwangsprostitution und Menschenhandel und somit um schwere Straftaten zum Nachteil von Minderjährigen.

K13online Anmerkungen

Besser kann man den Widerspruch zwischen der Realität und dem Gesetzgeber bzw. Ermittlungsbehörden wohl kaum beschreiben. 

Wie alt sind die Jungen in der Regel und woher kommen sie?

Millert: Der Jüngste, den wir angetroffen haben, war elf Jahre alt. Das war im Rahmen des ersten Ermittlungsverfahrens 2017. Momentan liegt die Altersspanne zwischen 15 und 17 Jahren. Die Jungen kommen aus verschiedenen Ländern, aber hauptsächlich aus einer armen Region in Rumänien.

K13online Anmerkungen

Die Strichjungen werden sich inzwischen sicherlich etwas haben einfallen lassen, um sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Denn schließlich wollen sie mit ihren sexuellen Dienstleistungen auch weiterhin mit ihren Freiern Geld verdienen. Unwissend wird man davon ausgehen können, dass diese Jungs nicht nur aus dem Ausland kommen, sondern sich auch deutsche Knaben prostituiert haben. Und zwar nicht nur in Berlin, sondern bundesweit in vielen großen Städten.... 

Sie wollen die Zivilgesellschaft für das Thema sensibilisieren. Was kann die tun, um zu helfen?

Millert: Die Zivilgesellschaft kann eine soziale Kontrollfunktion bewirken. Man sollte dafür sensibel werden, dass es nicht normal ist, wenn an einem Kneipentresen ein sichtlich minderjähriger Junge auf dem Schoß eines erwachsenen Mannes sitzt und von ihm gestreichelt und geküsst wird und man dann gemeinsam verschwindet.

K13online Anmerkungen

Die Präventionskampagne soll also dazu dienen, die Jungen & Freier zu denunzieren. Wie sagte schon Hoffmann von Fallersleben: "Der größte Lump im ganzen Land, dass ist und bleibt der Denunziant". 

Wer kümmert sich bei einer erfolgreichen Strafermittlung um die Jungen?

Millert: Die Kinder werden regelmäßig aus der Familie genommen, um sie der Täterstruktur zu entziehen, und in Kriseneinrichtungen untergebracht. Das Hilfesystem, psychische wie physische Betreuung, schulische Unterstützung oder bei der Ausbildung, kommt dabei und danach zum Tragen. Oftmals sind diese Jugendlichen jedoch emotional abhängig von ihren Familien und entziehen sich bewusst der Hilfe.

K13online Anmerkungen

Die betroffenen Jungen(auch Mädchen) wollen und benötigen eine solche Hilfe also nicht, aber werden trotzdem gegen ihren Willen den Familien entzogen. Besser kann man nicht beschreiben, wo der Fehler im System liegt. 

Wir müssen auch an dieser Stelle erneut darauf hinweisen, dass das primäre Problem nicht bei den Ermittlungsbehörden & späteren Gerichten liegt, sondern beim Gesetzgeber. Die Staatsanwaltschaften & Richter/Innen sind an Recht & Gesetz gebunden. Damit geht es um politische Mehrheiten im Deutschen Bundestag, die Strafrechtsreformen einleiten müssten. Dies ist jedoch nicht in Sicht. Somit wird auch die Strafverfolgung fortgesetzt. Jedoch wird das Gesetz nicht gänzlich verhindern können, dass sich die betroffenen Jungs & Freier finden werden. Die kriminalisierte Stricherszene wird nach dem Motto handeln: Wo kein Kläger, da auch kein Richter. Daran wird auch eine Präventionskampagne kaum etwas ändern können...

 


 

 +++ Salzgeber-CLUB zeigt bei Video On Demand(VOD) ab Donnerstag 6. August 2020: TABU Kinderprostitution - Ich, Tomek (Spielfilm/2009) +++ 03.08.2020

Hauptdarsteller Garvacz(Tomek) macht diesen Film zu einem Erlebnis(Radio Eins) * Wirklich ein starkes Stück realistisches Gegenwartskino(Siegessäule) * Ein tief suggestiver, berührender Film(Tagesspiegel)

Der Salzgeber-CLUB zeigt im ONLINE-KINO bei Vídeo On Demand(VOD) den polnischen Spielfilm "Ich, Tomek" in deutscher Synchronfassung. Der Film von Robert Glinski erzählt die Geschichte des 15-jährigen Tomek. Sein bester Freund Ciemny lässt sich im Grenzgebiet an deutsche Sex-Touristen vermitteln. Auch Tomek sieht bald, dass das eine Möglichkeit ist, schnell an Geld zu kommen. Nach den ersten Erfahrungen auf dem Strich lernt er schnell, wie das Geschäft funktioniert. Zu spät muss er erkennen, dass alles im Leben seinen Preis hat. Und der Preis, den Tomek zu zahlen hat, ist hoch. Der Film, der im Jahre 2009 erschienen ist, hat in der Presse viel gute Kritik erhalten. Der aufgeweckte Junge lebt an der polnisch-deutschen Grenze und ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Die Eltern, Lehrer und Priester sind schlechte Vorbilder und interessieren sich nicht für Tomeks Träume. Um die geliebten Sterne zu beobachten, fehlt in der Schule ein Observatorium und dafür das Geld. Um die Ansprüche seiner ersten Freundin zu befriedigen ebenfalls. Der Hauptdarsteller Tomek(Pilip Garbacz) spielt seine Rolle wirklich sehr gut. K13online fragt sich allerdings, warum das Drehbuch nicht auf die eine Szene mit sexueller Gewalt eines Freiers hätte verzichten können. Doch Tomek gibt nicht auf – er beginnt selbst, als Zuhälter zu arbeiten und schreckt nicht davor zurück, seinen Freund Ciemny damit in Gefahr zu bringen. Der Spielfilm verspricht Spannung - und thematisiert das TABU Jugendprostitution. Tomek spielt einen 15-jährigen Jungen und ist demnach kein Kind mehr. So viel Ehrlichkeit muss schon sein. Salzgeber-Vorschau: Der Spielfilm "KOPFPLATZEN" läuft ab Mitte August in mehreren Kinos an. K13online berichtet demnächst in einem weiteren News.... 

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4239

... und weitere mehr....

geschrieben von K13online-Redaktion [Druckansicht]


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