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70. Internationale Filmfestival im spanischen San Sebastian: Enttäuschte Skandalerwartung - Seidls SPARTA feiert erfolgreich Weltpremiere und die Presse & das Publikum applaudierten 19.09.2022

SPARTA hat für sich selbst gesprochen: Im Gespräch mit SWR2 bezeichnet Rüdiger Suchsland „Sparta“ als einen „humanistischen und warmherzigen Film“. Bei der Premiere habe es Applaus und Standing Ovations gegeben

Die Mainstream-Medien und das Publikum feiern die Weltpremiere von SPARTA im spanischen San Sebastian. Im wahrsten Sinne ein Ritterschlag für den Produzenten & Regisseur Ulrich Seidl. Das Filmfestival in San Sebastian gehört nach Cannes, Venedig und der Berlinale zu den wichtigsten Filmfestivals weltweit. Wir zitieren aus den zahlreichen Berichten in der Presse, TV und Hörfunk: Es ist eine große Leistung von Friedrich, wie er hier einen hypernervösen, verkrampften Mann spielt, der offensichtlich mit sich selbst fortwährend hadert. Entspannung findet er nur in der Gegenwart von sechs- bis 14-jährigen Jungs. Erst nach und nach wird klar, dass er sie auch sexuell begehrt. Bald kauft er in einem Dorf eine leerstehende Schule und baut sie zu einem Jugendcamp namens „Sparta“ um, in dem er zwei Handvoll männlicher Kinder Zuflucht bietet, sie in Judo unterrichtet, Zeit mit ihnen verbringt, ohne ihnen aber jemals im falschen Sinn nahezukommen. Wenn man diesem Film etwas vorwerfen möchte, dann allenfalls, dass er ausgerechnet eine pädophile Figur als die einzig wirklich positive des Films zeigt. Denn Ewald ist der einzige, der sich um die Jungen kümmert; er versucht, den zum Teil zu Hause misshandelten Kindern gegen ihre Familien zu helfen – gerade das zieht ihm dann den Hass der Eltern zu. Der ORF zeigt erstmals Filmsequenzen aus dem Spielfilm. Am kommenden Samstag findet die Preisverleihung der "Goldenen Muschel" statt. Die spanische Presse berichtet überwiegend positiv und räumt SPARTA gute Chancen ein: Seidl hat die Messlatte höher gelegt und sein Film verdient eine prominente Auszeichnung. Der österreichische Judomeister mit pädophilen Neigungen ist ein besserer Vater als die Echten, die sich in einem Siebenbürgen aus verlassenen Schulen und herrschender Armut nicht um ihre Kinder kümmern." Dem hat K13online nichts hinzuzufügen... 

https://www.derstandard.de/story/2000139202402/enttaeuschte-skandalerwartung-ulrich-seidls-sparta-feiert-weltpremiere



https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14150168/Umstrittener-Film-von-Ulrich-Seidl-feiert-Premiere/15237196


Zitate Wiener Zeitung

"Wohl Seidls bester Film" 

Bei der Premiere erhielt "Sparta" jedenfalls begeisterte Reaktionen von Publikum und Presse. "Normalerweise wird uns das Thema der Pädophilie in einem Schwarz-Weiß-Konzept vorgestellt, in dem man kaum verstehen kann, wie ein Erwachsener zu so etwas fähig ist. Doch in diesem Film wird auf sehr eindrückliche Weise gezeigt, wie sehr auch der Pädophile innerlich leidet, mit seinen Gefühlen und Vorhaben hadert, weil er weiß, dass es schlecht ist", erklärt Kinobesucher Gonzalo Anton im Anschluss an die erste Filmvorführung. 

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/film/2162110-Wohl-Seidls-bester-Film.html


Zitate WDR 5 Kultur

Dem österreichische Regisseur Ulrich Seidl wurde in den letzten Wochen vorgeworfen, Jugendschutzpflichten verletzt zu haben. Trotzdem wurde sein Film "Sparta" auf dem Filmfestival San Sebastian gezeigt. Rüdiger Suchsland hat den Film gesehen.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-aktuelle-kultur/audio-filmfestival-san-sebastian-zeigt-sparta-von-ulrich-seidl-100.html


Zitate WELT

Es ist eine große Leistung von Friedrich, wie er hier einen hypernervösen, verkrampften Mann spielt, der offensichtlich mit sich selbst fortwährend hadert. Entspannung findet er nur in der Gegenwart von sechs- bis 14-jährigen Jungs. Erst nach und nach wird klar, dass er sie auch sexuell begehrt.

Zugleich ist offenkundig, dass Pädophilie gar nicht im Zentrum des Film steht. „Sparta“ handelt vielmehr von der Gewalt der Väter. Immer wieder ist die Handlung in Rumänien von kurzen Szenen unterbrochen, in denen Rehbergs Figur Nazi-Lieder singt, oder aus Hitlerreden zitiert. Die gewalttätige Erziehung durch diesen vom Faschismus durch und durch geprägten Vater hat seine Söhne fürs Leben gezeichnet.

Man kann „Sparta“ sogar so verstehen, in der Pädophilie des Sohnes die Folge einer traumatisierenden Erziehung zu sehen. In diesem Film geht es keineswegs um Sympathie mit der Pädophilie, sondern es geht darum, einen Männerbund zu zeigen, die Gewalt der Männerbünde, aber auch die Gefühle, die in Männerbünden zugelassen und möglich sind.

https://www.welt.de/kultur/kino/article241139563/So-ist-Ulrich-Seidls-umstrittener-Film-Sparta-wirklich.html


Zitate SWR2

Im Gespräch mit SWR2 bezeichnet Rüdiger Suchsland „Sparta“ als einen „humanistischen und warmherzigen Film“. Bei der Premiere habe es Applaus und Standing Ovations gegeben.

„Sparta“ ist der zweite Teil eines Tandems: Der erste Teil, der Film „Rimini“, feierte auf der Berlinale 2022 Premiere. Die Filme handeln von den beiden traumatisierten Söhnen eines alten Nazis.

https://www.swr.de/swr2/film-und-serie/ein-skandal-der-nicht-eintraf-sparta-von-ulrich-seidl-feiert-weltpremiere-beim-filmfestival-san-sebastian-100.html 


 

(Update) 70. Internationale Filmfestival im spanischen San Sebastian: Festivaldirektor Jose Luis Rebordinos bezeichnet Ulrich Seidls SPARTA zur Weltpremiere am Sonntagabend als einen herausragenden Film 17.09.2022

Jose Luis Rebordinos: "Es wird gefährlich, wenn Filmfestivals aufgrund medialen Drucks und blosser Anschuldigungen ohne Belege anfangen, vom Schuldprinzip und nicht vom Unschuldsprinzip auszugehen" 

Am gestrigen Freitagabend wurde das 70. Internationale Filmfestival von San Sebastian eröffnet. Der österreichische Kurier und weitere Medien berichten: Am Sonntagabend feiert hier Ulrich Seidls im Vorfeld wegen der Umstände bei den Dreharbeiten heiß diskutierter Film "Sparta" seine Weltpremiere. Kein anderer Festivalbeitrag wird nach den heißen Debatten im Vorfeld mit größerer Spannung erwartet als das Pendant zu Seidls im Frühjahr präsentiertem Werk "Rimini".  Es ist ein herausragender, sehr eleganter Film und alles, was den Betrachter verstören oder schockieren könnte, ist im Off", so Rebordinos zur APA. "Es wird gefährlich, wenn Filmfestivals aufgrund medialen Drucks und blosser Anschuldigungen ohne Belege anfangen, vom Schuldprinzip und nicht vom Unschuldsprinzip auszugehen." In dem Film mit Georg Friedrich in der Hauptrolle geht es um einen Mann mit pädophilen Neigungen. K13online ergänzt wie folgt: Beim Themenkomplex der  Pädophilie ist das Schuldprinzip eine gängige Form, wenn der Pädophile einfühlsam oder sogar positiv dargestellt wird, diesen zu diskreditieren. Das Unschuldsprinzip hat an Bedeutung verloren oder existiert in vielen Bereichen faktisch nicht mehr. Dies wird im Fall SPARTA schon jetzt bei der Deutschlandpremiere am 5. Oktober 2022 beim Filmfestival in Hamburg deutlich. Von der Verleihung des Douglas Sirk Preises an Ulrich Seidl wurde Abstand genommen. Den Film betreffe dies explizit nicht: "Es ist ein sehr einfühlsamer Film über ein besonders schwieriges und tabuisiertes Thema." Zu der Filmpremiere in Deutschland werden wir ein weiteres News publizieren. Das Filmfestival in San Sebastian vergibt im Wettbewerb die "Goldene Muschel". Wir warten am 24. September mit Spannung auf den Preisträger.... (Update: Seidl & Friedrich zur Weltpremiere nicht anwesend:  SPARTA soll für sich selbst sprechen!)

https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4892

geschrieben von K13online-Redaktion [Druckansicht]


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