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Text - Tagebuch einer Gefangenschaft: 3. Tag

Tagebuch einer Gefangenschaft: 3. Tag, Freitag, den 20. Mai 2016, in der JVA Bruchsal - Außenstelle Kislau - im angeblich "offenen Vollzug"

Das morgentliche Ritual wiederholt sich um 6 Uhr. Beim "Frühstück" will mich der Redelsführer "Andi" erneut nicht am Tisch haben. Er droht mir, die anderen Gefangenen gegen mich aufzuhetzen. Er stellt sich mit seinen Beschimpfungen als Homo- Pädohasser heraus. Die Duschräume sind im Knast ein ganz sensibler Bereich. Darin halten sich logischerweise keine JVA-Beamten auf. Ich überlege, einen Antrag auf Einzelduschen in den Gemeinschaftsduschen zu stellen. Die Duschräume befinden sich im linken Flügel ganz abseits des Gebäudes. Dort hört und sieht niemand etwas. Um ca. 8 Uhr bekommt ein Gefangener aus Albanien einen Wutanfall und zieht eine gedachte Linie vor meinem Etagenbett, die ich nicht übertreten darf. Ein Gefangener aus Russland versucht zu schlichten. "Andi" will seinen Führungsstatus nicht verlieren und greift ein. Er setzt im Prinzip alle Zelleninsassen unter Druck, sobald er seine Redelsführerschaft in Gefahr sieht. Die Nr. 1 in der Knasthierarie will nur ER sein. Während ich die Toilette besuche wird mir mein letzter Tabak geklaut. Findet sich jedoch nach einer weiteren Abwesenheit plötzlich wieder unter meiner Bettdecke. Ich werfe in die Runde, dass die Sache damit erledigt ist.

Beantrage ein Vorhänge-Schluss für den Spint

Ich kann weder meine Dokumente, Kleidung und besonders mein Tagebuch nicht wegschließen, wenn ich die Zelle verlasse. Deshalb beantrage ich ein Vorhänge-Schloss. Es kostet unverschämte 35,00 Euro, die von meinem mitgebrachten Geld bezahlt werden müssen. Bis zur Aushändigung dieses Schlosses werden mehrere Tage vergehen. Für das kommende Wochenende muss ich meine Wertsachen & Tagebuch ständig bei mir tragen, damit es nicht geklaut wird. Beim Tagebuch würde schon ein Blick hinein ausreichen, um es zu vernichten. Denn alle Gefangenen haben natürlich bemerkt, dass ich mein Tagebuch still auf meinem Bett schreibe. Dieser Fakt stört offenbar niemand. Die Beleidigungen und Nötigungen gehen unvermindert weiter. Erneut gibt es ein persönliches Gespräch mit drei Beamten auf dem Dienstzimmer. Ich soll den Ball flach halten, aber dazu ist es längst zu spät. Der BDL(Betriebdienstleiter) verlautbart, dass sich noch mehr Gefangene mit meiner Deliktsart hier befinden. Es gäbe keine Alternative mehr, was sich am morgigen Samstag jedoch anders herausstellen wird. Ich bespreche mit den Beamten eine erneute Verlegung in die Nicht-Raucher-Zugangszelle. Ich frage den dortigen Reiner B. nach der Stimmung in dieser Zelle. Werde aber den morgigen Samstag noch abwarten wollen. Ich weise daraufhin, dass ich mein Tagebuch nach meiner Entlassung im Internet veröffentlichen werde. Zumindest bei diesen Beamten hat meine Ankündigung gefruchtet. Nach der Ausgabe des Mittagesses verlangt "Anti" erneut, nicht am Gemeinschaftstisch zu essen. Ziehe mich auf die Fensterbank vor meinem Etagenbett zurück. 

Bargeldauszahlung an alle Gefangene für den Einkauf

Am Nachmittag schreibe ich wieder viele Briefe nach "Draußen". Meine mitgebrachten Briefmarken sind alle verschickt. In den jeweiligen Antworten werden mir alle Freunde mindestens drei Briefmarken beilegen. Heute ist kein Brief für mich dabei gewesen. Um 14 Uhr werden alle Gefangenen der Zugangszelle 118 von zwei Beamten abholt. Über den Hof geht es zur Zahlstelle. Jeder Gefangene bekommt Bargeld ausgezahlt für den Einkauf am 31. Mai 2016. Nach Abzug der Telefonkarte verbleiben mir für den 1. Einkauf genau 80,00 Euro. Meine Überweisung von "Draußen" nach "Drinnen" wurde auch meinem Sondergeld 1(SG1) Konto gutgeschrieben. Im Vorfeld meines Haftantrittes hatten mehrere Freunde Geld gespendet und es werden auch im Laufe der Haftzeit noch weitere SG1 Überweisungen eingehen. Die Auszahlung von Bargeld an Gefangene grenzt an einen Versuch zur Anstiftung zum Diebstahl. Alle Insassen der Zugangszellen werden in den nächsten Tagen bis zum 31. Mai nichts mehr bei sich haben. Die Spinte sind nur notdürftig mit Schlössern umhangen. Mein Schloss habe ich noch nicht bekommen. Eine solche Bar-Regelung ist von der JVA unverantwortlich. Dieser missliche Umstand wird von mir bei der Zahlstelle auch kritisiert - findet natürlich kein Gehör.

Schon um 21 Uhr ist Ruhe auf der Zugangszelle 118 im linken Flügel des Schlossbaues. Der Grund dafür ist ganz einfach: Der sogenannte Redelsführer & Boss "Andi" ist schon am Schlafen. Am morgigen Samstag wird es den Höhepunkt der Knasthierarchie mit Straftaten geben - verbunden mit einer internen Verlegung in den geschützten Revierbau...

Tagebuch einer Gefangenschaft: 2. Tag, Donnerstag, den 19. Mai 2016, in der JVA Bruchsal - Außenstelle Kislau - im angeblich "offenen Vollzug

http://krumme13.org/text.php?id=1216&s=read

geschrieben am 12.12.2016
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Autor K13online
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