"In einer Welt von universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt" - GOERGE ORWELL
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Text - Tagebuch einer Gefangenschaft: 69. - 71. Tag

Tagebuch einer Gefangenschaft: 69. Tag, Montag, den 25. Juli 2016, in der JVA Bruchsal im geschlossenen Vollzug

Beim Aufschluss um 6 Uhr morgens lüfte ich meine Zelle so richtig durch. Die Nacht war wieder wegen der Hitze & Schwüle unerträglich gewesen. Sehne mich nach meinem Klimagerät in meiner Wohnung. Meine gestern geschriebenen Brief an Freunde werfe ich unten in den gelben Briefkasten ein. Um 6:30 Uhr ist bis zur Ausgabe des Mittagessens um 11:15 Uhr wieder Einschluss und man sitzt wieder ganz allein auf seiner Zelle herum und dreht Däumchen. Gegen Mittag bekomme ich wieder meine wöchentlichen Mediakamente vom Sanitäter ausgehändigt. "Peter K." hat mir auch wieder die FAZ zum Lesen vorbei gebracht.

Die beiden Gefangenen aus dem Kislauer Zugang(Cemil) und der dortigen Zelle 110 verhalten sich auffallend ruhig. Ich vermute, dass andere Gefangen auf dem 4. Flügel und vielleicht auch einige Beamte auf die Beiden eingewirkt haben, mich doch in Ruhe zu lassen. Um 15 Uhr ist wieder Hofgang angesagt. Dort treffe ich wieder den Gefangenen mit dem Schachspiel in der Hand. Auch "Peter K." ist diesmal beim Hofgang dabei, und wir unterhalten uns im Sitzen, denn immer im Kreis laufen, macht schwindelig. Er schenkt mir seinen Wurstsalat zum Abendessen. Ich werde Ihm auch oft etwas von meinem Essen schenken bzw. wir tauschen miteinander. Solche Tauschgeschäfte lesen sich sicherlich von "Draußen" ziemlich belanglos, aber im Knast spielt ein gesättigter Magen eine wichtige Rolle. Es gibt hier keine Supermarkt und man muss mit dem auskommen, was vorhanden ist. Und das ist wahrlich nicht viel. Das minimale Angebot bestimmt die Nachfrage und den Preis. Die "soziale Marktwirtschaft" wirkt im Knast mit vollen Zügen....

Heute stelle ich auch den Antrag zur Teilnahme an dieser Spielgruppe mit Schachspielen. Diese Freizeit findet immer wöchentlich am Montagnachmittag statt. Auch dann, wenn die anderen Gefangenen Einschluss haben. Ich komme wieder auf eine Warteliste, obwohl die Gruppe nicht voll besetzt ist. In einigen Wochen wird dieser Antrag mit ganz seltsamen Gründen abgelehnt werden. Später mehr dazu! Auf meiner Zelle lese ich mir am Abend alle meine Briefe an Freunde nochmals durch. Ich hatte eine richtige Postmappe mitgebracht und hefte alle Kopien meiner Briefe sorgfältig ab. Ordnung muss auch im Knast sein. Schließlich recherchiere ich hier für mein Online-Tagebuch. Mein Journalismus für K13online wird auch im Knast fortgesetzt.


Tagebuch einer Gefangenschaft: 70. Tag, Dienstag, den 26. Juli 2017 in der JVA Bruchsal im geschlossenen Vollzug

Bei Aufschluss um 6 Uhr lüfte ich meine Zelle wieder richtig durch. Mein Gesundheitszustand ist wieder halbwegs okay. Heute kann ich meinen Einkauf für das SG1 von 62,75 Euro um 12:45 Uhr abholen. Dabei macht mich der Zugangsgefangene "Cemil" aus Kislau wieder blöd an. Am Hofgang um 15 Uhr nehme ich heute mal nicht teil. Zum Abendbrot gibt es heute Essen vom Einkauf. Das ist schon eine ganz andere Nummer wie das Anstaltsessen. Heute ist der Einschluss wieder erst um 19:30 Uhr. "Peter K." besucht mich von 17 Uhr bis 19 Uhr auf meiner Zelle. Die Themen beziehen sich heute auf die Sicherungsverwahrung(SV). Dann erzählt er mir etwas über einen Artikel in der Tageszeitung "taz", den er vor länger Zeit mal gelesen hatte. Dabei erweckt er bei mir den Eindruck, dass Er mich von einem taz-Artikel her kennen würde. Denn es war damals ein Artikel erschienen mit der Schlagzeile: Neue Heimat Internet - Pädophiler Aktivismus" http://www.taz.de/!5046570 In der Printausgabe hat der Bericht eine ganze Seite gefüllt. Ich oute mich Ihm gegenüber als Journalist. Und bitte Ihn, dieses Wissen für sich zu behalten. Es wird sich aber herausstellen, dass diese Vermutung ein Trugschluss war, denn er kannte diesen Artikel nicht. In meinem nächsten Brief mit Ausdrucken des Onlline-Tagebuches, worin auch ER genannt wird, werde ich Ihm diesen taz-Artikel mit der Post schicken.

Im Flur des 4. Flügels hängt ein Plakat mit der Ankündigung einer Veranstaltung in der Anstaltskirche am Donnerstag, den 28. Juli 2017. Die Anstaltsband "in Faith inside" gibt ein LIVE Concert. Ich fülle einen Rapportzettel aus und lasse mich in die Teilnehmerliste eintragen. Ich werde über die wirklich gelungene Veranstaltung in meinem Online-Tagebuch berichten.

Nachdem "Peter K." wieder in seine Zelle verschwunden ist gehe ich kurz vor dem Einschluss wieder zum Duschen. Auf dem Gang läuft mir ein Gefangener mit einem Tischtennisschläger über den Weg. Mein Antrag auf Teilnahme am Sport läuft schon seit einigen Wochen. Man hört und sieht nichts mehr davon. Es soll sogar eine JVA-Tischtennis-Manschaft geben. Ich werde vergebens auf eine Teilnahme warten.


Tagebuch einer Gefangenschaft: 71 Tag, Mittwoch, den 27. Juli 2017 in der JVA Bruchsal im geschlossenen Vollzug 

Um 6 Uhr am Morgen werde ich wieder meine gestern geschriebenen Briefe in den gelben Kasten auf der 1. Ebene. Um 10 Uhr findet mal wieder eine kurze Haftraumkontrolle statt, die wie immer nicht beanstandet wurde. Das Radio mit SWR4 läuft bis zum Mittagessen. Ein Mittagschlaf verteibt mir die Zeit bis 15 Uhr zum Hofgang. Bei dem sonnigen Wetter lege ich mich auf die heißen Steine im Hof zum Sonnen. Setze mich auf eine Bank und schauen den anderen Gefangenen beim Fußballspielen zu. Kurz vor Einschluss, an diesem Tage wieder um 16:30 Uhr, hole ich mir vom Dienstzimmer fünf neue Rapportzettel für weitere Anträge.

Beim Verschließen meiner Zellentür beschwert sich ein Beamter bei mir, ich solle die Tür nicht vorschließen, sondern Ihn rufen, wenn die Tür mal wieder von anderen Gefangenen zum "Spaß" geschlossen wurde. Er will eine Meldung mache, wenn ich mich nicht daran halte. Um das ungewollte Verschließen zu verhindern, bleibt jetzt nur noch, dass ich zwischen die Tür und den Türrahmen ein Handtuch klemme. Ehrlich gesagt betrachte ich diese Anweisung des Beamten als reine Schikane, denn andere Gefangene machen es genauso. Es kommt immer auf den jeweiligen Beamten an, wer gerade Dienst hat. Eine andere Beamtin hatte mir auch schon das Handtuch in meine Zelle geworfen, ich solle das lassen. Muss ich mich auch mit den Befindlichkeiten der jeweiligen Beamten herum ärgen. Haben DIE nix besseres zu tun? Deshalb: Vorsicht bei der Berufswahl. Nicht jeder Mensch ist als Justizvollzugsbeamter in den JVAs geeignet. 


Tagebuch einer Gefangenschaft: 67. Tag, Samstag, den 23. Juli 2016 und 68. Tag, Sonntag, den 24. Juli 2016 in der JVA Bruchsal im geschlossenen Vollzug

http://krumme13.org/text.php?id=1265&s=read

geschrieben am 02.04.2017
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Autor K13online
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