"...die Geschichte lehrt, aber sie hat keine Schüler." - INGEBORG BACHMANN
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Text - Rechtsprechung unter dem Kreuz
Am 29.09.2003 fand die Berufungsverhandlung im verfassungswidrigen Verfahren gegen die Justiz- und Polizeiopfer Ilja Schmelzer und Dieter Gieseking statt.

Es ging bekanntermaßen um den sogenannten "Stefan-Text" einen vermutlich authentischen Erfahrungsbericht, der Bestandteil der wissenschaftlichen Datensammlung "PRD" ist. Das vermeintliche männliche "Missbrauchsopfer" bewertet die beiden in dem Text geschilderten Beziehungen allerdings positiv und als förderlich für seine weitere Entwicklung. Und noch schlimmer für kreuzbeladene Moralapostel, die sexuelle Komponennte ging von dem Jungen aus. Also ein Junge der zwei Männer "verführte". So etwas ist für katholische staatlich entlohnte Menschenjäger natürlich strafwürdig, erst recht wenn es darum geht einen Dieter Gieseking endlich aus dem Weg zu räumen und mundtot zu machen.

Aber jetzt zurück zum eigentlichen Verfahren. Es wurde gerade für uns zwei Zeugen der K13 ein langer Tag. Ab 13.30 Uhr füllte sich der Gang vor dem Verhandlungsraum Nr. 76 der kleinen Strafkammer sowie das Erdgeschoss des Gerichtsgebäudes mit Verfahrensbeteiligten, Zuschauern und Pressevertretern.
Im Vorfeld der Verhandlung blieb es diesmal ruhig, obwohl auch zu diesem Termin wieder ein kleiner Trupp verblendeter und hasserfüllter Pseudokinderschützerinnen angereist war, um anhand eines politischen Schauprozesses Bestätigung für für ihren menschenverachtenden, sektenartigen und pseudoreligiösem Irrglauben zu finden.
Beide feindliche Lager hielten diesmal klugerweise Abstand voneinander. Wir von der K13 waren mit vier Leuten anwesend, weitere Pädo(sympathisanten) kamen hinzu. Eine Diskussion wäre sowieso nicht möglich gewesen, da unsere Seite für Vernunft, Menschlichkeit und den Mut unbequeme Wahrheiten auszusprechen steht, während die Gegenseite einem unmenschlichen irrationalem Hass verfallen ist und profilneurotisch das eigene Ego mit der Vernichtung menschlicher Existenzen stärken will.

Um 14.00 Uhr wurde die Verhandlung eröffnet und nach unserer Zeugenbelehrung begann für uns eine lange Wartezeit.

Immer wieder wurde die Verhandlung unterbrochen, da die beiden engagierten Verteidiger ein rechtstaatliches Verfahren durchsetzen wollten. Alle dazu erforderlichen Beweisantraäge wurden vom Gericht abgelehnt und der Prozess entwickelte sich zu einer entsetzlichen Farce fernab irgendeiner demokratischen oder rechtstaatlichen Grundlage. . So wie es auch die Anwälte in den erzwungenen Pausen zu verstehen gaben, stand die Verurteilung schon vorher fest und je länger die Verhandlung dauerte umso deutlicher wurde, dass es sich nur um eine entwürdigende Showveranstaltung handelte. Die Menschenwürde der Angeklagten und im geringerem Maße auch der Zeugen wurde mit Füssen getreten.

Nach über drei Stunden zermürbender Wartezeit wurde ich als erster Zeuge vernommen. Das was ich dabei erlebte schien mir wirklichkeitsfern und erinnerte mich an Zeiten , die eigentlich lange vorbei sein sollten.
Abgesehen vom Tonfall, der sich gerade noch an einer Mindesthöflichkeit orientierte, hätte ein derartiges Verfahren auch unter einem anderem Kreuz als dem der Christen genau so stattfinden können. Das Christensymbol schwebte dann auch als Zeichen des Unheils über dem Richtertisch. Es lag in der Luft, war fast greifbar, dass hier in bester christlich-katholischer und inquisitorischer Tradition "Ketzer" abgeurteilt werden sollten.
Dieses unwürdige Schauspiel wurde auch den beiden ausgezeichneten Verteidigern irgendwann zu viel und sie legten gemeinsam aus Protest gegen das rechtbeugende Gericht ihr Mandat nieder. Ihnen wuede eine angemessene rechtstaatliche Vertretung ihrer Mandanten schlicht verweigert.
Zum Abschluss hielt Ilja Schmelzer als letztes Wort einen Vortrag, dem wir unter grimmigen Blicken von Gericht und Staatsanwaltschaft Beifall zollten. Die ganze menschenrechtswidrige Verfolgung wurde hier auf den Punkt gebracht und wird hoffentlich bald auch online zu lesen sein.
Am Ende stand ein weiteres Mal ein vorsätzlich und gegen geltendes Recht ausgesprochenes Fehlurteil. Abermals wurde das "Strafrecht" zum Zwecke der politischen Verfolgung unschuldiger Menschen vorsätzlich und in meinen Augen mit viel krimineller Energie missbraucht. Die Revision läuft bereits.
Ich sehe mich nicht mehr als Teil dieser Gesellschaft und dieses Staates. Wo bitte kann ich meinen Pass abegben? Denn auch mir hat dieses sogenannte Gericht zu verstehen gegeben, dass ich in diesem Lande nicht mehr erwünscht bin.
Ich schäme mich meiner deutschen Staatsbürgerschaft!

FrankF, Hamburg im Oktober 2003
geschrieben am 15.10.2003
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Autor Frank F. - K13 - Zeuge
Seiten: 1
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