"Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende Beides verlieren!" - B.FRANKLIN
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Text - 13. Rundmail
http://glforum.ddo.jp/forum/viewtopic.php?t=456

Am heutigen Abend fand bekanntlich die Informationsveranstaltung im Stadtteilzentrum Unna-Süd statt. Noch bevor die bürgerlichen Medien berichten hier ein "Erlebnisbericht" eines dort Anwesenden.

Nun warten wir gespannt auf die Berichterstattung der Pintmedien....!

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Hallo zusammen,

heute Abend war ich bei der Informations- und Gesprächsveranstaltung zum Thema "sexuelle Gewalt gegen Kinder". Anlass war die Panik, die von der Presse geschürt wurde, nachdem Dieter G. dort geoutet worden ist. Referenten waren: Heike Redlin - Kriminalhauptkommissarinzuständig für Pravention Fachgebiet: Gewalt gegen Frauen, Kinder und Senioren, die mit 14 Mitarbeitern ihren Dienst in Unna schiebt und Frank Zimmer, Chef vom Kinderschutzbund Unna. Er hat 4 Jahre lang auch "Täterarbeit" gemacht, hatte also mit verurteilten dienstlich zu tun. Einleitend erklärtete er vor etwa 55 Zuhörern, von denen 75% Frauen waren, dass dies keine Veranstaltung mit Vorträgen sondern ein informationsabend sei, bei dem Fragen aus der zuhörerschaft beantwortet würden. DerAnlass für diesen Abend war die Verunsicherung durch die Pressemeldungen der letzten Tage. Es solle keine Diskussion über Sinn und Unsinn der Pädophilie werden.

Er erläuterte seinen eigenen Standpunkt zum Thema Pädophilie, den ich interessant finde und hier zutreffend wiedergeben zu können hoffe: Zunächst erklärte er den Begriff Pädophilie, der genau übersetzt "Liebe zu Kindern" bedeute und die sexuelle Komponente nicht ausdrücklich beinhalte. Daher sei das Wort "Pädosexualität" zutreffender, weil es auf menschen zuträfe, die in ihrer Sexualität auf Kinder ausgerichtet seien. Er erwähnte ausdrücklich die Ähnlichkeit zu Hetero- und Homosexualität. Pädosexuelität würde aber für den Betroffenen selbst und seine Umgebung zum Problem.

Die Pädosexuellen sähen sich in ihrem Selbstbild als "ganz liebe", würden aber nicht berücksichtigen, dass Kinder einer sexuellen Beziehung nicht zustimmen könnten. Der Pädo müsse beim Aufbau einer Beziehung scheitern, weil er sich nicht steuern könne. Das war ein Punkt, den ich mir als Zuhörer gerne noch etwas genauer erläutert gewünscht hätte, aber es lappte wohl etwas zu weit in die Grundlagendebatte über Pädosexualität. Die Parallelen zwischen den beiden anderen Sexualformen baute er so weit aus, dass er auch Sadomaso und Gewalt als Bestandteil pädosexueller Beziehungen für möglich hielt, denn das gäbe es bei den anderen Formen auch. Pädophile seien die Hauptkonsumenten von Kinderpornos und würden durch die Nachfrage das angebot vergrößern, aber nicht dabei berücksichtigen, dass Kinder der Verbreitung solcher Bilder von ihnen niemals zustimmen würden und schon dadurch die Herstellung Missbrauch sei.
Meine Anmerkung: Man darf hier keine Reklameveranstaltung für Pädophile erwarten. Die Position des Kinderschützers ist eine klare Erklärung gegen sexuelle Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen. Es ist aber keine Dämonisierung, sondern klang bemerkenswert sachlich. Vielleicht hat er ja gehofft, um in meinem Bericht nicht zu schlecht wegzukommen. Über andere Aspekte einer Beziehung hat er weniger gesprochen.

Danach sprach Frau Redlin, eine bemerkenswert gut erhaltene ca. 40jährige. Ich habe mich ja manchmal als 15% BL bezeichnet, aber für sie wäre ich bereit, davon 5% Resthetero frei zu räumen. Hätte aber nichts genutzt, sie war schon in festen Händen. Und sie hatte diesen Blick, den ich nicht mag, sie wirkte selbst verliebt in die Autorität, die ihre Wirkung auf das Publikum nicht verfehlte. Sie erklärte ein paar statistische Daten, dass z.B. 95% der Täter in einer familiären oder institutionellen Beziehung zu dem Kind steht, dass nur bei Exhibitionismus eine Steigerung der angezeigten Fälle zu verzeichnen war, was sie auf die erhöhte Anzeigebereitschaft zurück führte. Eine "enorme Steigerung" soll es bei Kindern und Jugendlichen als Tätern gegeben haben, was mit dem allgemeinen Verlust an Moralvorstellungen zu erklären sei. Die Täter hätten oft selbst Gewalt erlebt, wenn auch nicht immer sexuelle. Junge täter seinen auch gut mit Therapien zu erreichen.

Für den Rest der Zeit wurden Fragen des Publikums beantwortet. Meine Statistik hat ergeben, dass Männer sich zwar proportional zu ihrer Anwesenheit zu Wort meldeten, aber nur ausnahmsweise, ich erinnere mich an drei Fälle, zu Wort kamen. Die erste Frage kam von einer Seniorin, die sich darüber beschwerte, dass der Pädophile, der hier einzog, nicht öffentlich gemeldet worden sei.

Auch über ein "schwebendes Verfahren" beklagte sie sich, von dem niemand etwas wisse. Frau Redlin antwortete, dass wir in einem Rechtsstaat leben, der solche Aktionen nicht kennt. Sie verglich mit den Verhältnissen in den USA, wo ein Straftäter ein Schild an seinem Haus und Auto anbringen müsse, womit kein einziges Kind sicherer geworden sei.
Sehr interessant war die nächste Frage: Eine Mutter beklagte sich über die große verunsicherung, die bei ihren Kindern zubeobachten sei, sie hätten jetzt Angst vor fast jedem. Die Kinder würden das haus beobachten und immer fragen: Kommt er raus? Sie habe selbst schon versucht, die Bedrohlichkeit abzuschwächen, aber fühle sich hilflos. Ein empörter Zwischenruf: "Das kommt alles aus der Zeitung!" Eine andere Mutter sagte, viele Kinder hätten jetzt Angst vor einem Mann, der den Mädchen die Unterhosen runterzieht. Mitschüler hätten sie in dieser weise über die gefahr aufgeklärt. Eine andere frau erzählte eine Begebenheit, wo drei Jungs zwischen 7 und 9 Jahren sich nett mit ihr unterhalten hatten, aber gefragt hätten, ob ihre kinder selbst schon einen Partner hätten und Kinder hätten. Das fand sie sehr beunruhigend, denn mit Fragen über Sexualität geht man doch nicht auf frende Leute zu!! Frau Redlin wusste darauf zu berichten, dass Täter solche Neugier der Kinder oft ausnutzen, um sie erst in Gespräche und dann Handlungen zu verwickeln. Daher sei es wichtig, dass zu Hause solche Fragen beantwortet werden, damit die Neugier nicht an falscher Stelle gestillt wird.

Im weiteren Verlauf wurde immer wieder betont, dass es wichtig ist, Kinder stark zu machen, um Übergriffe zu erkennen und sich ihnen zu entziehen, auch Vorwürfe an die Presse wurden wieder laut: Warum wird in der Zeitung so ein Wirbel gemacht, wenn der Mann angeblich nichts getan hat? Das sei eben die Pressefreiheit, antwortete die Polizistin da könne man nichts gegen machen. Wichtig sei eine realitätsnahe Aufklärung und Selbstbewusste Kinder, hier wären sie aber nur verängstigt. "Der Mann hat Vorstellungen, die nicht OK sind, aber er tut nichts." Eine Frau fragte, ob erst etwas passieren müsse, bevor man etwas unternimmt und warum hat er nur ein Jahr gekriegt damals? Eine andere, die sich als Sozialarbeiterin bezeichnete, behauptete: Den haben wir im Griff, der nähert sich hier keinen Kindern mehr. "Das eigentliche Problem sind die, die wir nicht kennen." darauf Frau Redlin: Man kann das problem nicht lösen, indem sich jetzt alle auf einen stürzen.
Dann zerfasterte das gespräch. man kam nochmal zurück auf die Notwendigkeit, kinder zum Nein.- sagen stark zu machen, was eine seniorin zu dem Bonmot veranlasste, die Kinder die nein gesagt haben, sind alle tot, die werden doch ermordet.
Auch über Möglichkeiten, Missbrauch zu erkennen, wurde gesprochen. Empfohlen wurde, Verhaltensänderungen eines Kindes zu beobachten. Bei einem Verdacht solle man eine Beratungsstelle aufsuchen, denn bei der Polizei müsse dann eine Strafanzeige erstattet werden, so dass eine Kugel ins Rollen komme, die niemand wieder aufhalten kann. Die Polizei sei nicht für Beratung zuständig, sondern müsse bei einem Verdacht per Gesetz aktiv werden. An mehereren Äußerungen auch des Herrn Zimmer vom Kinderschutzbund wurde deutlich, dass übereilte Anzeigen bei der Polizei eine schlechte Reaktion bei einem Verdacht seien. davon wurde abgeraten. danach gabe es noch einige unwesentliche Fragen zu sexuellem missbrauch im Allgemeinen und die Veranstaltung endete mit der Plünderung des Tisches mit Infomaterial.

Falls jetzt Leute glauben, ich sei selbst anwesend gewesen, muss ich diese enttäuschen. Ich habe zwei Verbindungsleute eingeschleust, einen mit Webcam, einen mit Mikrofon. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet, die Aufzeichnungen nach der Niederschrift dieses Berichtes gelöscht.

Sakura

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Anmerkung von Dieter Gieseking:

Ich habe hier bisher keine negative oder positive Veränderung im Verhalten der Menschen feststellen können. Deshalb kann ich nur hoffen, dass sich diese durch die Medien massiv geschürte Hysterie bald wieder legen wird. Die Medien sind bei diesem brisanten Thema besonders gefordert und aufgerufen sich an den Journalistenkodex zu halten. Das dieses in allen Fällen geschied ist die Hauptaufgabe von K13-online. Eine klare Absage an das Schüren von Emotionen, undifferenzierte Berichterstattung, Schlagzeilen einer steigenden Auflage und Ouoten wegen sowie Profilierungssucht einzelner Journalisten. Wenn uns dies langfristig gelingt, dann kommen wir einer vernünftigen und sachlichen Diskussionen einen großen Schritt näher. Tragen auch Sie dazu bei !!!
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geschrieben am 18.10.2004
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Autor K13 - Online
Seiten: 1
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