"Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?" - Ernst R. Hauschka
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Text - Bericht zur Karremann/Lemke Veranstaltung bei Urania Berlin
Bericht zur Karremann/Lemke Veranstaltung in der Berliner Urania/Kleist-Saal(320 Plätze) am 22. Nov. 2007 um 19:30 Uhr

Thema: Pädophilie und Gewalt - wie wir unsere Kinder vor Missbrauch schützen
http://www.urania-berlin.de/veranstaltung/2007/O443

Dr. Wilfried Karl(Programmredaktion Urania) trat um etwa 19:45 Uhr an das Rednerpult des Kleist-Saales der Urania und eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort an die Gäste. Etwas über 100 BesucherInnen waren aus Berlin und ganz Deutschland angereist. Neben dem allgemein interessierten Bürger, Vertreter des Kinderschutzes und Missbrauchsopfern waren auch eine Vielzahl von Pädophilen gekommen. Von der schreibenden Presse war die Gigi/whk und K13online anwesend. Von den bürgerlichen Medien konnten wir keinen Journalisten entdecken. Aus Sicherheitsgründen mußten Mäntel und Taschen an der Gadrobe abgegeben werden. Film- Fotoaufnahmen waren nicht erlaubt. Als Veranstalter hatte die Urania bei der Einlasskontrolle mehr als sonst übliches Personal abgestellt. Im Saal wurden für die ganze Dauer der Veranstaltung zwei Wachposten für den reibungslosen Ablauf und zum Personenschutz von Karremann aufgestellt. Uniformierte Polizei befand sich zusätzlich im Hintergrund in Bereitschaft. Im Foyer hatte eine Buchhandlung in Kooperation mit dem DuMont Verlag sowie das KiZ Berlin einen Infostand mit Karremann-Büchern, Flyern etc. aufgebaut.

Nachdem Dr. Karl die Eröffnungrede gehalten hat betrat Manfred Karremann die Bühne und begrüßte die BesucherInnen. Einige Pädophile, die in den damaligen Filmen für das ZDF und dem Artikel im Stern erwähnt oder gezeigt wurden, hatte er in den ersten Reihen gleich wiedererkannt. Karremann betonte, dass er sich freue, dass diese und andere Pädophile so zahlreich erschienen sind. Für seine TV-Reportagen, Stern-Artikel und seinem Buch hatte er einige Pädophile heimlich gefilmt und deren Vertrauen missbraucht. Er nennt es Investigativen Journalismus, der kritikwürdig ist. Karremann zitiert einen von vielen Protestbriefen gegen Ihn - Applaus! Zur Einleitung in seine Thematik erläutert er kurz die drei vorangegangenen TV-Sendungen des ZDF 37 Grad. Der 4. Teil seiner Reportage trägt den Titel: "Außer Kontrolle - Kindesmissbrauch und Prävention". Eine Aufzeichnung dieser TV-Sendung wird an der Saal-Filmwand vorgeführt. Zum Inhalt klicken Sie hier:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,7101096,00.html

Das Podium Karremann & Lemke und als Moderator Karl laden zu Fragen und Diskussion ein. Runde 30 Fragen werden aus dem Publikum an das Podium gerichtet. Bedauerlicherweise wurde den Fragestellern kein Mikrofon zur Verfügung gestellt, sodass auch wir nicht alle Fragen akustisch verstehen konnten. Deshalb geben wir hier lediglich einen Auszug als Zusammenfassung wieder. Die meisten Fragen beantwortet Karremann mit Zitaten aus seinem Buch. Zur Hilfestellung holt er einen am Abend anwesenden damaligen Mitwirkenden seiner Reportagen und vermeindlich "Pädophilen" auf die Bühne. Thomas B. aus Köln bezeichnet sich als "nur" liebenden Pädophilen ohne sexuelle Interessen/Praktiken. Er erhält vom Podium aus die Möglichkeit, seine Ansichten als ehm. Exibitionist zu erläutern. Dem Charite-Projekt "Kein Täter werden" folgend lebt er seine Pädophilie nicht aus und dient damit als "Vorführ-Pädo" des Kinderschutzes. Den sexualwissenschaften Part, Beratung von missbrauchten Kindern mit ihren Eltern sowie die psychotherapeutische Behandlung von Pädophilen hatte Lemke übernommen. Es müßten mehr Therapieplätze für Pädophile geschaffen werden. Bei Fragen von Missbrauchsopfern verwies er auf seine Einrichtung KiZ in Berlin. Erhebliche Unkenntnis bestand bei Fragen nach sexualwissenschaftenlichen Studien zum Thema der Pädophilie. Diese wurden nicht oder nur ausweichend beantwortet. Die real existierenden einvernehmlichen Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen wurden von Ihm bestritten bzw. ignoriert. Es sei eine "Lebenslüge", meinen Beide - Lemke & Karremann. Ein Fragesteller gab dazu ein Statement ab und schilderte Erfahrungen aus seiner Kinderheit mit einem erwachsenen Mann als sexuelles und positives Erlebnis - Applaus ! Im Gegenzug äußerte sich ein wohl vermeindliches Missbrauchsopfer und hält es für unerträglich, dass bei dieser Veranstaltung offensichtlich eine solch große Pädophilen-Lobby anwesend ist und ihre Meinung sagen darf. Und tatsächlich: Wir schätzen den Besucher-Anteil der Pädophilen und die kritischen Fragesteller auf mindestens 40 % ein. Karremann & Lemke befinden sich andauernd in einem Erklärungs- Rechtfertigungs-NOTSTAND. Besonders auch zu dem Punkt wo es um seine Mitgliedschaft in der AHS e.V. geht. Ebenso richtet sich das Augenmerk auf den Text des Protest-Briefes(siehe K13-News-Archiv) der Arbeitsgemeinschaft Pädophilie Berlin(AGPB). Karremann hatte zwei Tage vor der Veranstaltung seinen Anwalt beauftragt - unter Androhung einer Unterlassungsklage - einen Absatz zu entfernen. Dieser anwaltlichen Aufforderung war die AGPB nachgekommen. Siehe dazu auch Kommentar I. Auf das Verteilen des Offenen Protest-Briefes als Flugschrift wurden aus wohl überlegten Gründen verzichtet. Dieser Text hat seine beabsichtigte Wirkung jedoch nicht verfehlt. Auf die weiteren Fragen, zum Beispiel nach pädophilen Frauen, konnten Beide ebenfals keine zufriedenstellende Antwort geben. Ebenso bekam ein Vertreter einer Berliner Jugendeinrichtung nach pädosexuellen Erziehern keine kompetente Antwort. Im Endeffekt war es nichts Anderes als eine Werbeveranstaltung von Karremann für sein vollkommen unseriöses und desinformierendes Buch. Um den Schein zu wahren hatte Karremann sich Herrn Lemke ins Boot geholt, der ebenfals in keiner Weise überzeugen konnte und vollkommen überfordert war. Trotzdem darf man die Veranstaltung von allen Seiten als einen Erfolg verbuchen. Die pädophilen Repräsentanen konnten sich kritisch äußern, und ihre Positionen in die Diskussion einbringen. Ein Anfang, ein Einstieg für einen wirklich öffentlichen Diskurs & Dialog scheint näher gerückt zu sein. Eine Stinkbomben-Attacke tat dem ruhigen Verlauf der Veranstaltung keinen Abbruch. Dr. Karl kündigte zum Abschluss eine weitere Veranstaltung zu diesem Themenkomplex für Februar 2008 an. Am Rande der Veranstaltung wurden von einigen Pädophilen noch weitere interessante Einzelgespräche mit dem Podium geführt. Auch K13online hat sich daran beteiligt. Ein privates Pädotreffen mit 15 Pädophilen rundeten den gelungenen Abend ab. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!!
geschrieben am 25.11.2007
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Autor K13online
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