Beschwerde an ZDFneo(VICE) Wild Germany Pädophilie
Einschreiben-Einwurf

VICE Deutschland GmbH
Anika Haneld(Knudsen)
Brunnenstr. 196

10119 Berlin


ZDFneo Wild Germany
Johannes Geiger

55100 Mainz


Beschwerde und Unterlassung zur Reportage ZDFneo - Wild Germany: Pädophilie
Sendetermin am 21. Februar 2013


Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Filmproduktionsfirma VICE hat im Auftrag vom ZDFneo Wild Germany ein Interview mit meiner Person gesendet, welches gegen alle schriftlichen Absprachen und Zusagen verstoßen hat. Die Belege liegen in der Anlage in Kopien von den Originalen bei. Damit hat das ZDFneo & VICE mit Hilfe arglistiger Täuschung die Unterzeichnung eines Produktionsvertrages erschlichen. Diese Handlung ist strafrechtlich relevant.

Der am Drehtag für das Interview am 23. August 2012 unterzeichnete Produktionsvertrag ist damit nichtig und nicht mehr rechtsgültig. Ich untersage dem ZDFneo & VICE die weitere Verwendung und Weitergabe des gesamten Filmmaterials, das mit meiner Person geführten Interviews unter Androhung von gerichtlichen Unterlassungsklagen.

Der Video-Stream auf der Webseite vom ZDFneo & der ZDF-Mediathek wird unter folgenden Voraussetzungen geduldet:

1. Im Pressetext zur Reportage erscheint ein schriftlicher Hinweis von Ihnen, dass es sich bei diesem Interview mit meiner Person nur um einen kleinen Auszug von 5 Minuten von insgesamt 2 Stunden handelt.
2. Das sich das restliche Interview mit den politischen, sexualwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und journalistischen Positionen von K13online bzw. meiner Person beschäftigt hat.
3. Das ZDFneo führt meine Webseite als Interviewpartner der Reportage neben dem Pressetext auf und setzt einen Link auf meine Homepage zur weiteren Information. Alle anderen Interviewpartner haben ebenfalls eine Nennung und Link erhalten.

Die Produktionsfirma VICE hatte mir bei seiner ersten Kontaktaufnahme des Redaktionsmitgliedes Herr Michael Kappler mitgeteilt, dass die Pädophilie in der Reportage nicht als Krankheit dargestellt wird, sondern als eine sexuelle Präferenz. Nur unter diesen Voraussetzungen hatte ich einem Interview zugestimmt. Die Fragen sollten einen ähnlichen Inhalt haben, wie von Herrn Kappler im Vorfeld in Schriftform erfolgt war. Herr Manuel Möglich hatte sich jedoch nicht an diese Absprachen gehalten. Gesendet wurde lediglich der Anfang des Interviews mit nur sexuellen Fragen zu meiner Person. Diese unseriöse Handhabung widerspricht allen Zusagen, die Sie der beigelegten Email-Korrespondenz mit Herrn Kappler entnehmen können.

Das Konzept der Reportage hatte entgegen unserer Vereinbarungen keine differenzierte Darstellung zum Thema der Pädophilie. Das Projekt von Herrn Klaus Beier der Berliner Charite wird hofiert. Es war eine reine Werbeveranstaltung für dieses Projekt. Sie haben die kurzen Interviewsequenzen mit meiner Person dazu benutzt, mich als verantwortungslosen Pädophilen darzustellen. Das betrachte ich als Rufmord. Sie haben nur die Sequenzen verwendet, wo meine Person einen sehr schlechten Eindruck bei den Zuschauern hinlässt. Dies betrachte ich als Missbrauch der Pressefreiheit.

Herr Manuel Möglich spricht in seiner Moderation in Zusammenhang mit meiner Person von „widerlich“. Solche Äußerungen kommen einer verbotenen Schäm-Kritik nahe. Möglich waren meine Positionen bestens bekannt. Dem Zuschauer wird mit diesem Begriff suggeriert, dass Möglich gerade mit einem ganz gefährlichen Pädophilen spricht. Dies hat bei Facebook zu massiven Bedrohungen und Beleidigungen gegen meine Person geführt. Das Ziel dieser Reportage bestand also darin, genau dies zu erreichen. Eine solche Art von Journalismus ist verwerflich.

Als Fazit kann festgestellt werden, dass Sie mein Vertrauen missbraucht haben, um an ein Interview mit meiner Person zu kommen. Mit dieser Reportage haben Sie mich in Misskredit gebracht, und ich wurde von Ihnen belogen und betrogen. Das eigentlich weltoffene Konzept von Wild Germany haben Sie bei diesem Thema völlig über Bord geworfen. Diese äußerst unseriösen und vereinbarungsbrüchigen Machenschaften werden von mir auf meinen Webseiten aufgedeckt und offen gelegt.

Ich fordere Sie hiermit zu einer schriftlichen Stellungnahme auf dem üblichen Postweg auf. Dazu habe ich mir eine Frist von 8 Tagen, also bis zum 5. März 2013, notiert.

Nach ergebnislosen Ablauf dieser Frist werde ich eine offizielle und öffentliche Programmbeschwerde beim Fernsehrat einreichen. Der Fernsehrat wird sich dann gemäß § 21 der Beschwerdeordnung mit meiner Programmbeschwerde befassen, um festzustellen, ob Verstöße gegen die Programmgrundsätze vorliegen. Der Programmausschuss des Fernsehrates wird dann eine formale Stellungnahme bei Ihnen einholen.


Mit freundlichen Grüßen

Dieter Gieseking



Anlagen
10 Email-Korrespondenzen vom 17. Juli 2012 bis heute.

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Original-Beschwerde-Schreiben an ZDFneo & VICE
http://krumme13.org/downloads/k13onlineredaktion/ZDFneoBeschwerdevom25.02.2013.pdf

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http://krumme13.org/text.php?s=list&kid=64
geschrieben von K13online am 16.03.2013 - ID: 1019 - 4948 mal gelesen Drucken

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