Berliner Kurier: Empörendes Urteil -Kindersex galt nicht als Porno
Empörendes Urteil - Kindersex galt nicht als Porno

Koblenz/Berlin - Ein Berliner (45) und ein Hamburger (49) sind in einem Revisionsverfahren vom Vorwurf der Verbreitung von Kinderpornografie freigesprochen worden.

Das Oberlandesgericht Koblenz entschied, dass ein entsprechender Internet-Text harmlos sei. Das Trierer Landgericht hatte zuvor von "eindeutig pornografisch" gesprochen und den wegen Kindesmissbrauchs Vorbestraften Berliner zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und vier Monaten verurteilt.

In dem Text der bekennenden Pädophilen (wollen Sex zwischen Kindern und Erwachsenen legalisieren) waren Sex-Erfahrungen eines Elf-jährigen mit einem 30 Jahre alten Mann positiv dargestellt worden. Der Erlebnisbericht diene der sexuellen Stimulation von Pädophilen und Homos, sagten die Trierer Richter.

Dem widersprachen die Koblenzer Kollegen: In erster Linie werde in dem Text eine persönliche Beziehung des Jungen zu zwei Männern geschildert. Zwar gebe es sexuelle Handlungen, die seien aber "relativ nüchtern und zurückhaltend" beschrieben.

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/96805.html
geschrieben von K13online am 14.11.2005 - ID: 392 - 5899 mal gelesen Drucken

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