Mein Leben in Rosarot (1997)

Mein Leben in Rosarot

Darsteller: Michèle Laroque, Jean-Philippe Ecoffey, Hélène Vincent
Regisseur(e): Alain Berliner
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch, Französisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
DVD-Erscheinungstermin: 18. Mai 2006
Spieldauer: 85 Minuten 
 
  
 
"Mein Leben in Rosarot" gehört zu den schönsten Filmen, die man als Liebhaber französischer Dramen zu sehen bekommen kann. Die Geschichte des siebenjährigen Jungen Ludovic, der sich zum Mädchen bestimmt fühlt, wird mit so außergewöhnlicher Sensibilität erzählt, wie man sie sich nur wünschen kann. Die Welt aus den Augen des Kindes öffnet sich hier auch für jeden Erwachsenen. Selbst wenn bisweilen der gewollte Kitsch ein klein wenig nerven kann, so knackt die leichte Überzogenheit doch wirklich auch das noch so verschlossenste Herz, zumal Georges du Fresne als Ludovic in Mädchenkleidern einfach herzzerreißend süß aussieht und ganz nebenbei eine hervorragende schauspielerische Leistung hinlegt. Kein Film macht es einem leichter, sich in die Kindheit zurück zu versetzen, was natürlich auch an den bitter bis hilflos gestalteten Elternfiguren liegen mag, die einem, wie damals schon, spießig und schrecklich grausam vorkommen. Erinnern Sie sich? Fazit: Herzzerreißendes Plädoyer, unbedingt ansehen!

Filmkritik

Der hervorragende Spielfilm erzählt die Geschichte eines 7-jähren Knaben, der seine homosexuelle Neigung bereits sehr früh erkannt hat. Das Küssen eines Jungen bereitet Ihm sehr viel Freude und Lust. Als der Junge sich als Mädchen anzieht beginnen nicht nur seine Probleme im sozialen Umfeld, sondern auch die Eltern des Knaben werden ausgegrenzt und diskriminiert. Der Spielfilm zeigt die noch heute bestehenden Vorurteile gegenüber homosexuellen Kindern und deren Eltern. Die schwul-lesbische Szene ist aufgerufen, dieser Diskriminierung entgegen zu wirken und nicht wie bisher fast vollständig zu ignorieren. Schwul/Lesbische Kids brauchen Hilfe und Unterstützung von Homosexuellen - und nicht zuletzt von Pädophilen. 

geschrieben von Weinheim&Freunde am 03.01.2020 - ID: 546 - 6653 mal gelesen Drucken

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